Die größten Kryptohacks – und was danach geschah
Milliardenwerte wurden binnen Minuten zum Ziel von Hackern, andere Diebstähle blieben jahrelang unbemerkt. Die größten Kryptohacks zeigen, wie unterschiedlich die Angreifer vorgingen – von gestohlenen Zugangsschlüsseln bis zu manipulierten Systemen. Und manches Geld tauchte später sogar wieder auf.
Kryptowährungen gelten als digitale Vermögenswerte – doch digital bedeutet bekanntlich keineswegs unangreifbar. In den vergangenen Jahren haben Hacker Kryptobörsen, Handelsplattformen und technische Verbindungen zwischen verschiedenen Blockchains ins Visier genommen. Die größten Beutezüge erreichten dabei Dimensionen, die selbst klassische Banküberfälle geradezu bescheiden erscheinen lassen.
Wie aktuell das Thema ist, zeigt ein neuer Vorfall beim Liquid Network: Anfang September wurden dort Bitcoin im Wert von rund 320 Millionen US-Dollar abgezogen. Damit könnte der Fall grundsätzlich in die Top Ten der größten Kryptohacks vorstoßen. Noch ist allerdings unklar, wie hoch der tatsächliche Schaden am Ende ausfallen wird – die Angreifer bezeichneten sich als "White Hats" und stellten eine Rückgabe der Bitcoin in Aussicht. In der Rangliste ist der Fall daher vorerst noch nicht berücksichtigt.
FONDS professionell ONLINE zeigt in der Bilderstrecke oben die zehn größten Kryptohacks – und was danach geschah.
Die zehn größten bislang eindeutig einzuordnenden Fälle zeigen, dass es den typischen Kryptohack nicht gibt. Die Angriffswege unterscheiden sich ebenso wie die Folgen: Manche Vorfälle brachten Unternehmen ins Wanken, in anderen Fällen konnten Teile der Beute blockiert oder später zurückgeholt werden. Und nicht immer war unmittelbar erkennbar, dass überhaupt ein Angriff stattgefunden hatte.
Über die Rangliste
Für die Rangliste hat FONDS professionell ONLINE die Höhe des bei dem jeweiligen Hack kompromittierten beziehungsweise entwendeten Krypto-Vermögens zugrunde gelegt. Verwendet wurde der in belastbaren Quellen für den jeweiligen Vorfall genannte und gerundete Dollar-Wert; aufgrund der starken Kursschwankungen von Kryptowährungen können Angaben je nach Bewertungszeitpunkt voneinander abweichen. Nicht berücksichtigt wurden Betrugsfälle, Rug Pulls, Unternehmenspleiten oder reine Kursverluste. Ob gestohlene Werte später zurückgegeben, ersetzt oder eingefroren wurden, verändert die ursprüngliche Einordnung nicht – entsprechende Besonderheiten werden bei den einzelnen Fällen erläutert. (cf)















