Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA eine Warnmeldung herausgegeben. Dieses Mal betrifft sie das Unternehmen Stella Markets, welches angeblich über eine Geschäftsadresse im karibischen St. Vincent und die Grenadinen verfügt. Auf seiner Webseite wirbt das Haus damit, "bei weitem die Besten am Markt zu sein". Zudem sei Stella Markets eines "der ersten Unternehmen, welches den Krypto-Handel anbietet".

Laut der heimischen Finanzaufsicht FMA ist die Firma allerdings erst gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 62 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor. Die Warnungenmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit sogar das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im laufenden Jahr hat die Aufsicht bereits 25 Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) herausgegeben.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)