Deutsche Strafverfolger schalten Telefonbetrüger ab
Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Finanzaufsicht Bafin haben in enger Zusammenarbeit über 3.500 Rufnummern abgeklemmt, mit denen Betrüger Verbrauchern ans Geld wollten. Auch österreichische Anschlüsse sind betroffen.
Dem bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichteten Cybercrime-Zentrum (CCZ) und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) ist erneut ein Schlag gegen Cyber-Kriminelle gelungen. In Kooperation mit der Finanzaufsicht Bafin konnten die Strafverfolger im Rahmen der "Operation Herakles" zahlreiche Festnetz-, Mobilfunk- und VoIP-Rufnummern identifizieren und abschalten, die von mutmaßlichen Betrügern genutzt wurden, wie die Behörden mitteilen. Im Oktober konnten sie bereits über 1.400 von Kriminellen genutzte Internetseiten offline stellen.
Die nun abgeschalteten Rufnummern und Telekommunikationsdienstleistungen werden der Mitteilung zufolge vielfach als sogenannte "Crime-as-a-Service" an internationale Betrugsnetzwerke vermietet und massenweise zur Begehung von Straftaten genutzt. Dabei bestehe auch der Verdacht, dass die identifizierten Rufnummern neben dem Online-Anlagebetrug (Cybertrading-Fraud) auch zur Begehung von weiteren Straftaten nach den bekannten Betrugsformen, wie etwa "Enkeltrick" und "Falscher Polizeibeamter", verwendet wurden.
Auch österreichische Nummern abgeschaltet
Konkret konnte das LKA bis zum 5. Dezember 2025 im Auftrag des CCZ insgesamt 3.562 überwiegend deutsche Rufnummern ermitteln, über die mutmaßlich Telefonate mit Opfern in Deutschland geführt wurden. Neben den deutschen Telefonnummern wurden 355 österreichische Festnetznummern, die im Zuge der Ermittlungen bekannt wurden, in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundeskriminalamt erfolgreich abgeschaltet. (fp)














