Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die virtuelle Plattform "Crosswind Asset Investments", die ihren Firmensitz in Wien haben soll. Auf seiner Webseite behauptet der Anbieter um die "besten Festgeldkonditionen in der EU" anzubieten.

Allerdings sei die Firma laut FMA gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte oder Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Vermittlung von Geschäften nach Z 1 (Einlagengeschäft) (Paragraf 1 Abs 1 Z 18 lit a BWG) und die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs 2 Z 1 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 82 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte, natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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