Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal ist die Firma "FX NextGen" betroffen, welche angeblich über eine Geschäftsadresse in Georgien verfügt. Das Unternehmen bietet auf seiner Webseite unter anderem den Handel mit Währungspaaren, Edelmetallen, Indizes sowie Krypto-Währungen an und schreibt weiter: "Wenn Sie es leid sind, Forex-Broker, die Ihnen den Himmel versprechen, aber wenig zurückgeben, dann ist es vielleicht an der Zeit, zu FXNextGen zu wechseln."

Laut der heimischen Finanzaufsicht sei die FX NextGen aber nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher der gewerbliche Handel (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen noch jungen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang acht Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)