Österreichs Aufsichtsbehörde FMA informiert einmal mehr über einen vermeintlichen Finanzdienstleister, der hierzulande keine Geschäfte erbringen darf. Diesmal betrifft die Investorenwarnung die "ConcordInvest", welche auf den karibischen St. Vincent und die Grenadinen ansässig sein soll. Auf ihrer Webseite wirbt die vermeintliche Firma unter anderem mit den besten Konditionen und "Qualitätsbedingungen, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Händler geeignet sind".

Laut FMA ist dieser Anbieter allerdings gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Unternehmen daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die FMA auf den Paragrafen 4 Absatz 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 112 Investorenwarnungen ausgegeben. Das ist um ein Drittel beziehungsweise sind 28 Warnungen mehr als 2020. Auch liegen die Veröffentlichungen damit deutlich über dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im Jahr 2022 hat die Behörde bislang 58 Investorenwarnungen veröffentlicht (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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