Ende August stellte die die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) dem Bankvorstand der Autobank die Wirtschaftsprüferin Dorotea-E. Rebmann als vorläufige Verwalterin gemäß § 46 des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) zur Seite. Die Frühinterventionsmaßnahme der Behörde erfolgte aufgrund der sehr niedrigen Eigenkapitalquote des Instituts. 2018 lag diese bei nur 8,74 Prozent und im 2019er-Geschäftsbericht wird sie mit 6,48 Prozent ausgewiesen. 

Nun reagierte die FMA abermals und erteilte der Bank den Auftrag für eine außerordentliche Hauptversammlung. Konkret müssen die Geschäftsleiter der Bank bis längstens 29. Jänner.2021 eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Begründet wird der Auftrag in dem Bescheid durch die FMA im Wesentlichen damit, dass für die fortgesetzte Einhaltung der SREP-Gesamtkapitalanforderungen (TSCR) eine Kapitalzufuhr erforderlich ist.

Kapitalerhöhung muss 12,8 Millionen Euro bringen
In der Hauptversammlung soll nun eine Kapitalerhöhung in Höhe von mindestens 12,8 Millionen Euro beschlossen werden. Sollte es dabei keine Investment eines externen Investors geben, soll diese von den bestehenden Aktionären bereitgestellt werden. Das Kapital soll dabei in zwei Tranchen eingeholt werden. Die ersten Tranche in Höhe von zumindest 8,3 Millionen Euro soll bis längstens 31.5.2021 bereitgestellt werden. Die zweite Tranche von zumindest 4,5 Millionen Euro soll bis längstens 31.1.2022 umgesetzt sein. Sollten die Beschlüsse für die vorgeschriebene Kapitalerhöhung nicht gefasst werden, droht der Bank eine geordnete Abwicklung der Bankgeschäfte und anschließende Zurücklegung der Konzession.

Die Autobank selbst erklärt, dass sie derzeit intensiv an der Aufstockung des Kernkapitals arbeitet und derzeit Gespräche mit einem möglichen Investor über den Abschluss einer Absichtserklärung führt. (gp)