Gesetzliche Neuerungen sind oft ein Datums-Dschungel. Das zeigt sich auch bei der elektronischen Zustellung von Behördendokumenten. Ab 1. Dezember müssen Unternehmen damit rechnen, dass Behörden ihnen Dokumente elektronisch zustellen, wie die Wirtschaftskammer (WKO) auf ihrer Homepage mitteilt.

Ab diesem Zeitpunkt fragen die Behörden im sogenannten Teilnehmerverzeichnis ab, ob eine elektronische Adresse für die behördliche Zustellungen existiert. Scheint eine solche auf, ergehen Dokumente automatisch an das UnternehmensServicePortal (kurz USP, https://www.usp.gv.at).

Pflicht ab 2020
Unternehmen sind der Information zufolge spätestens mit 1.1.2020 verpflichtet, an der elektronischen Zustellung teilzunehmen, heißt es bei der WKO. Grundsätzlich aber müssten sie bereits seit Dezember vergangenen Jahres an der E-Zustellung für Behördendokumente teilnehmen.

Ausgenommen sind nur jene Unternehmen, die wegen Unterschreitens der Umsatzgrenze nicht zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet sind. Ausnahmen gibt es auch, wenn kein Online-Zugang vorhanden ist.

Der Interessensverband der österreichischen Versicherungsagenten (IVVA) warnt nun, seine Mitglieder, weil viele FinanzOnline-Nutzer einst der elektronischen Zustellung widersprochen haben: Der Widerspruch verliere spätestens per 1.1.2020 seine Wirksamkeit. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, eine Adresse über das USP einzurichten, falls das noch nicht geschehen ist. (eml)