Knapp zehn Milliarden Menschen könnten in der Mitte dieses Jahrhunderts unseren Planeten bevölkern. Allen den Zugang zu Trinkwasser und möglichste gesunder Ernährung zu ermöglichen, wäre mit den heutigen Produktions- und Lieferverfahren utopisch. Zudem belasten konventionelle Methoden die Umwelt und schränken Lebensräume weiter ein. Laut Uwe Wiesner, Vermögensverwalter bei der Hansen & Heinrich Aktiengesellschaft in Berlin, gibt es aber Hoffnung auf Wandel: "Die gute Nachricht ist, dass bereits systemübergreifende und ganzheitliche Veränderungen mit neuen Produktionsmöglichkeiten existieren und greifen."

So würde die zunehmende Produktion von Bio-Lebensmitteln und Fleischalternativen durch den starken Rückenwind eines wachsenden Verbrauchervertrauens an Dynamik gewinnen. Größere Innovationssprünge seien hier zu erwarten. Für Anleger schlägt er mehrere Möglichkeiten vor, sich an diesem Mega-Thema zu beteiligen. Chancen sieht er aufgrund seiner Erfolgsgeschichte bei gleichzeitiger Zukunftsfähigkeit im konservativ ausgerichteten Aktienfonds "Agrar und Ernährung" von DJE (WKN A0NGGC). Der neue Rize-ETF "Sustainable Future of Food" sei derweil dynamischer und volatiler. Er ist auf 50 Unternehmen fokussiert, die den Übergang zu nachhaltigeren Lebensmittelproduktionssystemen und Konsumverhaltensmustern beschleunigen.

Käufe staffeln
"Aufgrund der Volatilität gerade bei jungen Unternehmen des Sektors empfiehlt es sich, die Investition über gestaffelte Käufe zu tätigen", rät Wiesner denjenigen, die am Trend teilhaben möchten. Über diesen Weg könnten Anleger sich beste Renditechancen für die nächsten Jahre ermöglichen. (fp)