Die "Nashorn-Anleihe" über 150 Millionen US-Dollar hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kommt dem Erhalt von Populationen südafrikanischer Spitzmaulnashörner, dem Addo Elefanten-Nationalpark und dem Great Fish River Naturreservat zugute, wie die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, eine Tochter der Weltbank-Gruppe, mitteilte.

"Der Wildlife Conservation Bond ist das erste ergebnisorientierte Finanzinstrument seiner Art, das Investitionen zur Erzielung von Erhaltungsergebnissen kanalisiert – in diesem Fall gemessen an einer Zunahme der Population von Spitzmaulnashörnern", so die Weltbank in der Erklärung. Wenn das Programm erfolgreich ist, könnte es auf den Schutz der Spitzmaulnashörner in Kenia sowie auf andere Wildtierarten wie Löwen, Tiger, Gorillas und Orang-Utans ausgeweitet werden, hieß es in einem früheren Vorschlag.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen hat die Nashorn-Anleihe keinen regulären Zinskupon. Die Weltbank zahlt stattdessen Beträge an die genannten Parks, wo das Geld für den Schutz der dortigen Tiere verwendet werden soll. Sollten die Nashorn-Bestände in den Parks am Ende der Laufzeit gewachsen sein, erhalten Anleger zusätzlich zum Investitionsbetrag eine Erfolgszahlung, die sich aus Zuschüssen durch die globale Umweltfazilität – ein internationaler Mechanismus zur Finanzierung von Umweltschutzprojekten in Entwicklungsländern – speist. Laut Weltbank stelle dies einen neuen Ansatz in der Finanzierung von Umweltschutzprojekten dar, der Projektrisiken dem Kapitalmarkt überlasse und Spendern erlaube, für Ergebnisse im Naturschutz zu bezahlen. (mb)