Die Marktforscher von GfK haben 2.000 Österreicher befragt, welche Geldanlagemöglichkeit sie derzeit "besonders interessant" finden – ganz abgesehen vom tatsächlichen Anlageverhalten. Zwar liegen Eigentumswohnung/Haus (43 Prozent) vor Grundstücken (37 Prozent) und Bausparer (33 Prozent) wenig überraschend auf den Top-Plätzen. Spannend ist aber, was sich auf den hinteren Rängen tut: So gehören Investmentfonds und Aktien zu den großen Aufholern, wie aus einer Presseaussendung hervorgeht.

Investmentfonds finden 24 Prozent interessant
24 Prozent sagen, dass sie Investmentfonds interessant fänden. 2014 waren das nur 15 Prozent. Damit sind die Fonds deutlich vor das Sparbuch gerückt, das nur noch 20 Prozent spannend finden und das im Jahr 2014 noch eine Zustimmung von 27 Prozent der Befragten hatte. Das Aktien-Interesse legte immerhin von 13 auf einen Wert von 18 Prozent zu.

Doch insgesamt scheint das Anlageverhalten von einer großen Skepsis geprägt: Das Sparen zu Hause finden mittlerweile 22 Prozent der Befragten attraktiv – eine Einstellung, die laut GfK vor zehn Jahren noch überhaupt keine Rolle gespielt hatte. Die Zustimmung dazu ist damit höher als zum Sparbuch.

Der Produktbesitz selbst hebt sich von der Interessenslage ab: Zwei Drittel aller Österreicher besitzen ein Sparbuch, einen Bausparvertrag haben 51 Prozent. Die erhobene Zahl der Fonds- und Aktienbesitzer gab GfK nicht preis mit der Begründung, die Veröffentlichung von Daten erfolge "in Abstimmung mit unseren Kunden". Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das Online-Sparkonto, welches annähernd jeder zweite Österreicher besitzt.

Zinstief hält Immo-Interesse hoch
Eine eigene Immobilie wird laut Aussendung vor allem von Personen mittleren Alters, mit Universitätsabschluss sowie entsprechend höherer Kaufkraft als "äußerst interessante" Form der Geldanlage betrachtet. Insgesamt ist in den vergangenen Jahren das Interesse an Immobilien angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus weiter gestiegen. (eml)

Hinweis: Update Stellungnahme GfK