Obwohl der Goldpreis in der vergangenen Woche mehr als fünf Prozent verloren hat, bleibt die Nachrage nach dem Edelmetall weiterhin hoch. Zwar hat der verbale Kurswechsel der Fed mit einer für Ende 2023 in Aussicht gestellten Zinserhöhung den Goldpreis kurzfristig unter Druck gebracht, Investoren nutzten die günstigeren Preise allerdings für Zukäufe. Vor allem aktuelle Inflationsängste sorgen weiterhin für eine erhöhte Nachfrage. Im vergangenen Mai lag die Inflationsrate in Österreich bei 2,8 Prozent, nach 1,9 Prozent im April. In Deutschland wurden 2,5 Prozent ermittelt, und in den USA betrug die Teuerungsrate zuletzt fünf Prozent.

Die Inflation ist zurzeit ein doppeltes Ärgernis: Da die Einkommen stagnieren, sinkt die Kaufkraft. Und weil die Zinsen weiterhin bei Null stehen und gehalten werden, steigen die Verluste für das Geld, das auf Konten und Sparbüchern geparkt ist. Alternative Investments können ein Ausweg sein, zumal beispielsweise Gold und Rohstoffe laut Studien auf steigende Inflationsraten positiv reagieren.

Aber nicht nur die aufstrebende Teuerung, sondern auch Konjunktursorgen, grassierende Negativzinsen und die Angst vor dem digitalen Euro veranlassen Anleger, immer mehr in Edelmetalle, allen voran Gold, zu investieren. Eine untergeordnete Rolle spielt Silber.

Gewarnt sollten sie allerdings vor unseriösen Händlern sein und anstelle dessen auf vernünftige Partner setzen. Davon gibt es, berichtet die FONDS professionell-Ausgabe 2/2021, einige, und die meisten Produkte stammen von Banken. (ae)


Den Report über die aktuell verfügbaren Goldinvestments lesen Sie in der FONDS professionell-Ausgabe 2/2021 ab Seite 153 oder hier im E-Magazin.