Im Jahr 2021 haben Investoren 1,23 Milliarden Euro in österreichische Start-ups investiert. Dieser Betrag ist fünfmal höher als im Jahr 2020 und markiert einen neuen Rekordwert. Das geht aus dem "EY Start-up Investment Barometer Österreich 2021" hervor, das Anfang Februar veröffentlicht wurde. Bemerkenswert in der Statistik ist, dass drei Viertel des Risikokapitals von ausländischen Investorengruppen kamen. Österreichische Anleger waren überhaupt nur an etwa der Hälfte der Finanzierungsrunden beteiligt.

Insbesondere bei größeren Transaktionen sind die heimischen Investoren laut EY nicht vertreten. "Hier ist die Abhängigkeit von Geldgebern aus Übersee groß, da es in Österreich kaum Wachstumsfinanzierer gibt", erklärt Florian Haas, Leiter des Start-up-Ökosystems bei EY Österreich.

Es gibt sie aber schon, die österreichischen Investoren, und eine Investmentgesellschaft ist Arax Capital Partners. Das 2007 gegründete Unternehmen legt Venture-Capital-Fonds auf, die primär in der High- und Biotechnologiebranche in österreichische Firmen investieren. Bisher flossen rund 93 Millionen ­Euro in 25 Beteiligungen. Im Interview mit FONDS professionell erklärten die Arax-Geschäftsführer Michael Stranz und Thomas Cimbal, wie sie dem bescheidenen Interesse an Venture Capital entgegentreten.

Dabei spielen auch die Finanzberater eine wichtige Rolle. Arax engagiert sich in der Ausbildung und versucht so neue Vertriebspartner zu gewinnen. "Wir leisten viel Aufklärungsarbeit und punkten dann mit unserem Produkt", sagte Cimbal. (ae)


Das Interview mit Thomas Cimbal und Michael Stranz lesen Sie in FONDS professionell 1/2022 ab Seite 154. Angemeldete Nutzer können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen.