Die italienische Großbank Unicredit startet über ihre Plattform Onemarkets börsengehandelte Fonds (ETFs). Das Mailänder Institut kooperiert dabei mit dem französischen Geldhaus BNP Paribas. Zunächst gehen sieben Produkte an den Start: Vier decken Aktienmärkte ab, und drei investieren in Anleihen. Die Indexfonds fußen auf Barometern des Anbieters MSCI.

Bei Onemarkets legt die Unicredit zwar Fonds unter eigener Flagge auf, überlässt das Management aber externen Anbietern wie Allianz, Amundi, Blackrock, J.P. Morgan Asset Management oder Pictet. Bislang war dieses sogenannte Subadvisory-Modell auf aktive Fonds ausgerichtet. Über die Partnerschaft mit der Asset-Management-Einheit der BNP kommen nun auch passive Ansätze auf die Plattform.

Strategischer Schritt
Die ETFs werden zunächst in Italien, Deutschland, Österreich und Luxemburg sowie in Griechenland über eine Partnerbank zur Verfügung stehen. Schrittweise sollen aber alle Länder abgedeckt werden, in denen die Unicredit aktiv ist. Die ETFs stünden Kunden in den Segmenten Retail, Private Banking und Wealth Management sowie in den Bankversicherungskanälen zur Verfügung, heißt es von der Unicredit.

Über den Sekundärmarkt seien die ETFs auch für eine breite Kundschaft offen. Die Vehikel werden auf Xetra der Börse Frankfurt sowie auf ETF Plus der Börse Mailand gehandelt. Die Unicredit hatte erst 2022 ihre letzten beiden ETFs eingestellt. Die Einführung passiv verwalteter Anlageprodukte stelle einen strategischen Schritt in der Entwicklung von Onemarkets dar, heißt es in der Mitteilung weiter.

Schlüssel zum Erfolg
"Die neuen ETFs erweitern unsere Möglichkeiten, globale Anleger mit innovativen, leicht zugänglichen Instrumenten zu bedienen, die sich für delegierte Lösungen eignen", meint Chicco Di Stasi, Leiter des Bereichs Group Investment Product Solutions bei der Unicredit. "Unser Modell fußt auf unserer hauseigenen Kompetenz und der Freiheit, auf einige der besten externen Partner am Markt zurückgreifen zu können. Damit stellt es einen Schlüssel für unsere Erfolge dar." (ert)