Das Thema Nachhaltigkeit macht vor Immobilienfonds nicht Halt: 53 Prozent der Gebäude, die Ende 2018 in offenen Immobilienfonds aus Deutschland enthalten waren, hatten ein sogenanntes Green-Building-Zertifikat. Diese Zertifizierung bescheinigt dem Objekt eine ökologische Bauweise und Ressourceneffizienz. Im Jahr 2013 hatte nur ein Viertel der Fondsobjekte ein solches Zertifikat. Das geht aus einer Untersuchung der Ratingagentur Scope Analysis hervor, die 14 offene Immobilienfonds mit überwiegend Gewerbeimmobilien und einem Volumen von rund 82 Milliarden Euro untersucht hat.

Bezieht man den Marktwert der Gebäude in die Berechnung mit ein, zeigt sich, dass der Zertifizierungsanteil nach Volumen sogar noch höher liegt. Hatten 2013 noch 35 Prozent der Immobilien ein Green-Building-Zertifikat, waren es Ende vergangenen Jahres 65 Prozent. Ende 2018 hatten die Anbieter offener Immobilienfonds 416 Objekte mit einem Marktwertvolumen von rund 52,1 Milliarden Euro zertifizieren lassen. 

Käufer fragen nachhaltige Gebäude nach
Den Grund für die steigende Anzahl an zertifizierten Immobilien sieht Sonja Knorr von Scope Analysis in den Käufern der Gebäude. Denn die Objekte – oft mit großem Volumen und in attraktiver Lage – "verfügen in der Tendenz häufiger über Zertifizierungen, da deren Zielkundschaft, vor allem global agierende Konzerne, oft Flächen nachfragen, deren Nachhaltigkeit dokumentiert ist." (fp)


Eine ausführliche Analyse zu neuen offenen Immobilienfonds lesen Sie im aktuellen SACHWERTE SPEZIAL ab Seite 30, das der soeben erschienenen Ausgabe 3/2019 von FONDS professionell beiliegt.