Die Heemann Vermögensverwaltung hat die strategische Ausrichtung im FU Fonds – Multi Asset deutlich defensiver gestaltet. Das Fondsmanagement reduzierte die Aktienquote in dem Mischfonds nach eigenen Angaben von zuvor mehr als 80 Prozent auf rund 60 Prozent. Gleichzeitig wurden Liquidität sowie kurzlaufende Bundesanleihen aufgestockt.

"Als aktiver Fondsmanager sehen wir uns verpflichtet, die Aktienquote von deutlich über 80 Prozent auf gut 60 Prozent zu reduzieren, da wir steigende Risiken an den Märkten nicht ausschließen können", teilte Unternehmensgründer und Fondsmanager Ernst Heemann mit. Ziel sei es, das Portfolio widerstandsfähiger gegenüber möglichen Marktkorrekturen aufzustellen. Die erhöhte Liquiditätsquote solle zudem Flexibilität für spätere Zukäufe schaffen.

Kurzläufer höher gewichtet 
Neben der höheren Cashquote wurde auch die Anleiheallokation ausgebaut. Fondsmanagerin und Vorständin Miriam de Winder zufolge investiert der Fonds inzwischen mehr als 15 Prozent des Vermögens in kurzlaufende Bundesanleihen. "Mit einer Aktienquote von gut 60 Prozent sind wir bei steigenden Kursen weiterhin dabei und sind gleichzeitig auf eine stärkere Korrekturphase vorbereitet", so de Winder.

Als wesentliche Risikofaktoren nennt das Fondsmanagement die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie deren mögliche Folgen für Inflation und Wirtschaftswachstum. Die weiterhin eingeschränkte Passage durch die Straße von Hormus habe die Ölpreise steigen lassen und die Unsicherheit an den Märkten erhöht.

Auf mögliche stärkere Marktbewegungen vorbereitet
"Vor diesem Hintergrund sehen wir ein kurz- bis mittelfristig steigendes Risiko an den Märkten", erklärte Fondsmanagerin Sabine Knee. Mit der aktuellen Portfoliostruktur wolle man auf mögliche stärkere Marktbewegungen vorbereitet sein.

Der FU Fonds – Multi Asset ist ein aktiv gemanagter Mischfonds mit flexibler Allokation über verschiedene Anlageklassen und Regionen hinweg. Nach Angaben der Heemann Vermögensverwaltung hat er seit Auflegung 2008 eine durchschnittliche Rendite von rund acht Prozent pro Jahr und seit Jahresbeginn 2026 knapp 20 Prozent erwirtschaftet. (dv)