Der konservative Mischfonds M&G Optimal Income Fund wird bereits seit der Auflage der britischen Ursprungsvariante Ende 2006 von Richard Woolnough gemanagt. Lange Zeit war das Portfolio auch hierzulande einer der Absatzrenner seiner Anlagekategorie. Allerdings ist der Ruhm inzwischen etwas verblasst. Über einen Anlagezeitraum von zehn Jahren gehört der Fonds zwar nach wie vor zu den Top-Performern seiner Klasse. Aber nicht erst die aktuelle Marktphase hat gezeigt, dass auch bei konservativen Mischfonds der Anlagehorizont eine entscheidende Rolle für den Erfolg spielt.

In der Kurzfristbetrachtung weist der Fonds nur noch eine unterdurchschnittliche Performance auf, dementsprechend ist das in ihm gesammelte Vermögen, das in früheren Jahren zeitweise bei mehr als 20 Milliarden Euro lag, in der jüngeren Zeit deutlich zurückgegangen. Mit aktuell insgesamt 15 Milliarden Euro ist der M&G Optimal Income allerdings auch heute noch der zweitgrößte global anlegende, konservativ gemanagte Mischfonds mit Vertriebszulassung in Deutschland.

Gute Gründe, sich von länger laufenden Anleihen fernzuhalten
Mittelabflüsse können einen erfahrenen Fondsmanager wie Richard Woolnough jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Er hält nach wie vor an seiner Strategie fest, die zurzeit von einer vergleichsweise geringen durchschnittlichen Restlaufzeit der im Fonds überwiegend gehaltenen Renten­papiere gekennzeichnet ist. Im Interview nennt er zudem gute Gründe dafür, sich auch künftig von länger laufenden Rentenengagements fernzuhalten.

Auch bei Aktien zeigt sich Woolnough, der sich selbst als überzeugter Value-Investor beschreibt, extrem zurückhaltend. Ihm sind die inzwischen erreichten hohen Bewertungen insbesondere bei Technologiewerten zu riskant. Wir haben mit ihm dazu in einem gemeinsamen Analyseinterview mit Detlef Glow, Head of EMEA-Research bei Refinitiv-Lipper, gesprochen. (hh)


Das vollständige Gespräch mit Richard Woolnough lesen Sie in Ausgabe 3/2020 von FONDS professionell, die den Abonnenten in diesen Tagen zugestellt wird.