Die Gebühren aus eigenen Investmentfonds stellen für unabhängige Vermögensverwalter eine wichtige Einnahmequelle dar. Das geht aus der jüngsten Branchenerhebung der Hochschule Aschaffenburg hervor, an der sich mehr als jeder dritte unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland beteiligte. Die Ergebnisse liegen FONDS professionell ONLINE vor.

Bei großen Vermögensverwaltern, die mehr als 500 Millionen Euro betreuen, kommt demnach jeder vierte eingenommene Euro aus den Managementgebühren der hauseigenen Fonds. Bei den Häusern, die 150 bis 500 Millionen Euro verwalten, liegt diese Quote unwesentlich niedriger, nämlich bei 24 Prozent. Für kleinere Anbieter sind die Einnahmen aus der Fondsverwaltung deutlich kleiner – ihre Erträge stammen fast ausschließlich aus den Honoraren für die Vermögensverwaltung (siehe Grafik).


Grafik: FONDS professionell; Quelle: InVV Institut für Vermögensverwaltung, TH Aschaffenburg, 2020

Zwei Fliegen mit einer Klappe
Mit eigenen Fonds schlagen Vermögensverwalter quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen können sie kleinere Kunden effizienter betreuen – aufgrund der immer schärferen Regulierung ist es kaum mehr möglich, Depots unter 500.000 Euro individuell zu betreuen, ohne dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Zum anderen erweitern die Vermögensverwalter mit selbst gemanagten Fonds ihre Zielgruppe.

Die großen Häuser mit über 500 Millionen Euro an verwalteten Assets geben in der Umfrage an, dass 20 Prozent ihrer Kunden ausschließlich Anteile ihrer Fonds halten, während 80 Prozent über Einzelmandate betreut würden. (bm)