Alles auf Grün: Rund zwei Drittel der Deutschen legen bei der Geldanlage Wert auf Nachhaltigkeit, zeigt eine Umfrage des Versicherers Zurich unter 1.500 Investoren. Bei Anlegern zwischen 18 und 35 Jahren bevorzugen sogar drei Viertel eine nachhaltige Geldanlage – allerdings nur, wenn das Risiko nicht zu hoch ist. "Noch gehört Nachhaltigkeit nicht zu den wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für ein Geldanlage- oder Altersvorsorgeprodukt", sagt Jacques Wasserfall, Vorstand Leben bei der Zurich-Gruppe Deutschland. "Wenn es um ihr Geld geht, steht für die Deutschen Sicherheit an erster Stelle."

Auch auf Rendite wollen öko-bewegte Anleger nur ungern verzichten. Zwar würden laut Studie 40 Prozent der jüngeren Befragten eine leicht unterdurchschnittliche Rendite in Kauf nehmen, wenn ein Investment dafür nachhaltig ist. Umgekehrt würden aber 45 Prozent auch bei ethisch bedenklichen Produkten zugreifen, wenn hohe Erträge winken. "Nachhaltige Produkte punkten, wenn Nachhaltigkeit und Rendite im Einklang sind", stellt Wasserfall fest. "Die Praxis zeigt uns, dass dies möglich ist."

Öko-Bilanz wird zum Qualitätskriterium
Insgesamt ist das Interesse an grünen Geldanlagen zuletzt deutlich gestiegen. Rund ein Zehntel der Deutschen plant ganz konkret, in nachhaltige Investmentprodukte einzusteigen. Bei den Jüngeren bis 35 Jahre ist es sogar ein Fünftel. "Wir werden in den kommenden Jahren eine Verschiebung beobachten", ist Wasserfall überzeugt. "Nachhaltigkeit wird nicht länger eine Nebensächlichkeit bleiben, sondern wird zunehmend zum Qualitätskriterium für Geldanlage- und Altersvorsorgeprodukte." (fp)