Die Investmentgesellschaft SEB überarbeitet die Nachhaltigkeitskriterien für ihre Fonds. Künftig sollen für Tabak und Kohle strengere Regeln gelten. Tabakproduzenten werden aus den Portfolios komplett ausgeschlossen. "Für Unternehmen, deren Umsatz aus dem Tabakvertrieb stammt, liegt die Grenze zukünftig bei fünf Prozent", sagt SEB-Vertriebsspezialist Andreas Schidlowski. Es dürfen also nicht mehr als fünf Prozent des Umsatzes aus dem Tabakverkauf stammen.

Cannabis-Produzenten, die nicht allein für den medizinisch-therapeutischen Markt tätig sind, sind in Zukunft überhaupt nicht mehr in den SEB-Fonds vertreten. Kohle ist für den Vermögensverwalter offenbar weniger schädlich als Kiffen: Firmen, die mit der Förderung thermischer Kohle Geld verdienen, dürfen weiterhin ins Portfolio. Die Umsatzgrenze sinkt allerdings von 20 auf fünf Prozent.

Schrittweise Umsetzung statt Cold Turkey
"Die SEB hat hohe Ambitionen in Sachen Nachhaltigkeit", sagt Schidlowski. Die neuen Regeln sollen schrittweise für alle Fonds umgesetzt werden. Als Zeitrahmen dafür peilt die Investmentgesellschaft das erste Quartal 2020 an. (fp)