Die Analysten von Scope haben wie jeden Monat die Noten von rund 7.100 Fonds überprüft. Diesmal bekamen 387 Produkte ein Upgrade, 430 ein Downgrade. Nach fünf Jahren Historie erstmals bewertet wurden 56 Portfolios, davon erhielten 17 aktive Fonds ein Top-Rating, also ein "A" oder "B" auf der Scope-Skala von "A" bis "E".

Allianz Income and Growth nur noch mit mittelmäßigem Rating
Zu den Absteigern gehört der Allianz Income and Growth. Der Fonds sei ein Muster an Konstanz gewesen, schreibt Scope-Analyst Florian Koch: "Jahrelang trug er ein 'B'-Rating, noch dazu ein sehr gutes, denn seine Bewertungspunktzahl lag stets in Sichtweite eines 'A'-Ratings." Seit März habe der Mischfonds jedoch Punkt um Punkt verloren und müsse sich nun mit der mittelmäßigen Note "C" begnügen.

Auf lange Sicht rage seine Wertentwicklung noch immer aus der Peergroup hervor, doch in den vergangenen zwölf Monaten habe er rote Zahlen geschrieben, während es die Vergleichsgruppe ins Plus schaffte. "Sehr schwach fallen die Risikokennzahlen aus, die deutlich schlechter sind als die der Vergleichsgruppe", stellt Koch fest. Der Fonds engagiert sich vorwiegend in einer Kombination aus Aktien, Hochzins- und Wandelanleihen von Emittenten aus Nordamerika, wie der Analyst erläutert. Das Portfolio sei breit gestreut – unerlässlich angesichts eines verwalteten Vermögens von 48 Milliarden Euro.

Unisector: Hightech krönt fortlaufende Verbesserung mit Bestnote
"Wer einen Fonds sucht, der sich kontinuierlich über Jahre hinweg verbessert hat, findet im Unisector: Hightech ein Musterbeispiel", schreibt Koch. Vor knapp fünf Jahren, im Januar 2021, sei der Fonds für Technologie-Aktien mit der schwächsten Note "E" bewertet worden. Seither sei es Stück für Stück vorangegangen, sodass er jetzt "im Olymp der Fondsratings angekommen" sei.

In den vergangenen fünf Jahren habe der Fonds seinen Wert um 16,6 Prozent per annum gesteigert, die Vergleichsgruppe sei nur auf 10,5 Prozent im Jahr gekommen, so der Analyst. "Auch über kürzere Zeiträume brillierte der Fonds, und in puncto Risiko lässt sich ebenfalls kaum etwas aussetzen." Mit dem Produkt steigen Anleger in die bedeutendsten Unternehmen der Computer-, Software- und Hochtechnologie-Branche ein, wie Koch erklärt. Derzeit seien Broadcom, Apple, Nvidia und Microsoft die größten Positionen mit Anteilen zwischen sieben und zehn Prozent.

Deka-Global Champions erobert Höchstnote zurück
In den Jahren 2021 bis 2024 habe der Deka-Global Champions fast ununterbrochen ein "A"-Rating getragen, doch im Frühjahr 2025 sei der weltweit anlegende Aktienfonds auf Note "B" zurückgefallen, schreibt Koch. Nun habe er sich die Spitzenbewertung zurückerobern können. "Der beständige Erfolg hat dazu beigetragen, dass der Fonds mittlerweile rund 13 Milliarden Euro schwer ist", so der Scope-Analyst.

Etwas mehr als fünf Milliarden Euro steckten im Technologie-Sektor, der damit das Portfolio klar dominiere. Wie für einen globalen Aktienfonds typisch, machten US-Titel mehr als die Hälfte des Vermögens aus. Über fünf Jahre konnte der Fonds mit einem jährlichen Wertzuwachs von 13,9 Prozent die Peergroup "Aktien Welt" mit 8,7 Prozent per annum weit hinter sich lassen, wie Koch erläutert. Auf Zwölf-Monats-Sicht sei der Vorsprung mit 14,6 versus 4,5 Prozent noch größer. Der Mehrertrag gehe allerdings zulasten der Volatilität, die etwas höher ausfalle als in der Vergleichsgruppe. (fp)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasst fünf Ratingstufen – von "A" bis "E". Als Top-Noten gelten "A" und "B". Ein qualitatives Rating, das eine tiefgehende Einsicht in die Arbeitsprozesse voraussetzt, wird nur im Auftrag der jeweiligen Fondsgesellschaft vorgenommen. Für Fonds mit einer Historie von über 60 Monaten wird von Scope ohne Auftrag ein rein quantitatives Rating ermittelt.