Scope hat die Ratings für knapp 7.200 Fonds aktualisiert. Für 441 Fonds ging es abwärts, während sich 399 Produkte verbessern konnten, darunter ein globaler Aktienfonds aus Frankreich und ein bekannter weltweit anlegender Multi-Asset-Fonds.

Bei Letzterem handelt es sich um den Ethna-Aktiv der Fondsgesellschaft Ethenea. Zwischen Mitte 2023 und Mitte 2024 schnupperte das von Luca Pesarini gemanagte Portfolio, das in Aktien und Anleihen, aber auch in Währungen und Rohstoffe investiert, mehrfach an einem "A"-Rating – die Scope-Skala geht von "A" bis "E". Damals reichte es ganz knapp nicht für die Spitzennote. "Doch jetzt ist es so weit dank einer klar überdurchschnittlichen Rendite, die in den vergangenen fünf Jahren mit 3,4 Prozent p.a. fast drei Mal so hoch war wie die der Peergroup (1,2% p.a.)", schreibt Scope-Analyst Florian Koch. 

Carmignac Investissement mit Sprung nach oben
Ebenfalls eine bessere Note bekam der Carmignac Investissement, der sich nach neun Monaten auf dem mittleren Rating-Niveau nun auf ein "B"-Rating emporgearbeitet hat. Auch hier ist die Rendite ausschlaggebend: "In den vergangenen zwölf Monaten legte der globale Aktienfonds um 22,3 Prozent zu, während die Peergroup nur auf 7,3 Prozent kam. Diese spektakuläre Ein-Jahres-Rendite sorgt dafür, dass das Produkt mittlerweile auch über fünf Jahre wieder besser dasteht als die Konkurrenz (6,5% p.a. versus 5,9% p.a.)", so Koch. 

Diese Erfolgsstory darf sich Koch zufolge Kristofer Barrett zurechnen lassen, der seit rund zwei Jahren für das Portfolio verantwortlich ist. Er suche nach Unternehmen, die durch Innovation, technologische Stärke oder ein differenziertes Produktangebot langfristig Wert schaffen. Zurzeit sind das etwa der Mikrochipproduzent TSMC und der Chipentwickler Nvidia, die zusammen ein Sechstel des Fondsvermögens ausmachen.

Guinness Global Equity Income beschert Anlegern Verluste
Dagegen ging es für den Guinness Global Equity Income nach unten: Der weltweit aktive Fonds mit Fokus auf Dividendentitel trägt nur noch ein "C"-Rating. "Kurzfristig sieht die Performance desaströs aus: Während die Peergroup auf Jahressicht um 8,0 Prozent zulegte, verlor der Guinness-Fonds 1,6 Prozent seines Werts. Damit fällt auch die Drei-Jahres-Rendite deutlich niedriger aus als die des durchschnittlichen Konkurrenten", so Kochs Urteil – auch wenn das Portfolio über fünf und ganz besonders über zehn Jahre noch besser dastehe als seine Mitbewerber. (fp)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasst fünf Ratingstufen – von "A" bis "E". Als Top-Noten gelten "A" und "B". Ein qualitatives Rating, das eine tiefgehende Einsicht in die Arbeitsprozesse voraussetzt, wird nur im Auftrag der jeweiligen Fondsgesellschaft vorgenommen. Für Fonds mit einer Historie von über 60 Monaten wird von Scope ohne Auftrag ein rein quantitatives Rating ermittelt.