Technologie-Aktienfonds erfreuen sich seit Jahresbeginn bei Anlegern besonders großer Beliebtheit – kein Wunder, wenn man sich die Kursentwicklung vieler Tech-Werte anschaut. Dank seiner starken Performance ist in der jüngsten Neubewertungsrunde der Ratingagentur Scope ein Schwergewicht unter den Tech-Fonds in die Spitzengruppe aufgerückt: Der Franklin Technology, aufgelegt im Jahr 2000, derzeit rund 6,7 Milliarden US-Dollar schwer, wird nun mit der Scope-Bestnote A bewertet. In den ersten acht Monaten dieses Jahres schaffte das Managementteam ein Plus von 36,1 Prozent. Die Vergleichsgruppe verzeichnete im Schnitt "nur" 22,9 Prozent Wertzuwachs. Auch auf fünf Jahre gesehen liegt der Franklin-Fonds mit 24,9 Prozent Plus pro Jahr deutlich vor der Konkurrenz (plus 19,6 Prozent jährlich).

Ein weiteres Dickschiff kehrte im August in den Fonds-Olymp zurück: Der Dividendenfonds M&G Global Dividend wird zum ersten Mal seit Jahresbeginn wieder mit der Spitzennote A bewertet. "Anleger müssen insgesamt mit einer im Vergleich zur Peergroup überdurchschnittlichen Dynamik im Fonds leben, die sich beispielsweise in Übergewichten in zyklischen Sektoren oder Nebenwerten äußert", warnt Scope-Analystin Barbara Claus. Wer damit leben kann, dass Fondsmanager Stuart Rhodes relativ hohe Risiken eingeht, wurde zuletzt aber mit überdurchschnittlich hohen Erträgen belohnt. Auf Fünfjahressicht liegt der Fonds mit 5,7 Prozent Plus pro Jahr deutlich vor seiner Vergleichsgruppe (durchschnittlich 3,2 Prozent jährlicher Zuwachs). Im laufenden Jahr hat er mit 10,9 Prozent Minus zumindest weniger stark an Wert verloren (Peergroup: minus zwölf Prozent).

DWS-Klassiker bleibt hinter den Erwartungen zurück
Schlechte Nachrichten gab es dagegen für einen Klassiker unter den Dividendenfonds. Der DWS Invest Top Dividende, die in Luxemburg domizilierte Variante der DWS-Flaggschiffstrategie für ausschüttungsstarke Aktien, wird neuerdings mit D bewertet und damit deutlich unter Durchschnitt. Die konservative Strategie von Fondsmanager Thomas Schüssler schlägt sich zwar in einer geringen Schwankungsbreite und einem vergleichsweise niedrigen Maximalverlust nieder. In steigenden Märkten hinkt der Fonds aber deutlich hinterher. "Seit Jahresanfang liegt er mit minus 11,9 Prozent leicht vor der Peergroup mit minus zwölf Prozent, konnte diese jedoch über drei und fünf Jahre nicht übertreffen", konstatiert Claus.

Insgesamt trugen Ende August 6.345 Fonds ein Scope-Rating. Gegenüber dem Vormonat stufte das Ratinghaus 313 Produkte hoch, 286 Fonds bekamen eine schlechtere Bewertung. Zu den Gewinnern gehören der bekannte Mischfonds Carmignac Patrimoine (Note C statt D) und der Schwellenländer-Rentenfonds JPM Emerging Markets Debt (A statt B). Unter den Verlierern sind der Multi-Asset-Income-Fonds Invesco Pan European High Income (C statt B) und der Schwellenländer-Aktienfonds Fidelity Emerging Markets (C statt B). (fp)