Sachwertradar: Warum mehr Transparenz notwendig ist
Die Finanzierung von Immobilienprojekten verspricht Anlegern hohe Renditen. Die Ertragsprognosen sind allerdings mit kalkulatorischen Risiken verbunden, die häufig verborgen bleiben.
Im Dezember herrscht in der Finanzindustrie Hochkonjunktur. Insbesondere die stichtagsbezogene Abrechnung von Provisionen auf der einen Seite und die letzten Möglichkeiten, mit Kapitalanlagen Steuern zu sparen, kurbeln auf der anderen Seite das Geschäft an. Die Coronavirus-Pandemie tut dem keinen Abbruch. Die Vermögenden haben nach wie vor Geld anzulegen und dabei verstecken sie sich nicht. Nicht zuletzt deshalb befinden sich die Aktien- und Edelmetall- ebenso wie die Immobilienpreise auf hohen bis höchsten Niveaus.
Wer der Renditekompression entkommen will, muss höhere Risiken in Kauf nehmen. Das ist für die meisten Investoren kein Problem, wenn diese bekannt sind. Aus diesem Grund ist Transparenz das Gebot der Stunde, das praktisch aber in vielen Fällen nicht ernst genommen wird. FONDS professionell berichtet in der Ausgabe 4/2020, dass sich viele Emittenten immer noch hinter vagen Erfolgsstorys verstecken und mit undurchsichtigen Zahlen werben. Dabei verlassen sie sich darauf, dass hohe Zinsversprechen das beste Gegenargument zu Nullzins-Sparbüchern und volatilen Aktienmärkten sind.
Im Immobilieninvestmentgeschäft sind stringente Erfolgsnachweise und Leistungsbilanzen mit einfachen Mitteln darstellbar. In Verbindung mit aktuellen Marktdaten und mit den Kalkulationsparametern lassen sich damit Geschäftspläne für aktuelle Projekte plausibilisieren. Aktuelle Investmentangebote lassen diese Transparenz laut dem FONDS professionell-Sachwertradar jedoch vermissen. (ae)

Im Sachwertradar der aktuellen FONDS professionell-Ausgabe 4/2020 werden Investmentangebote von Whitestone Investment Advisory und Avoris vorgestellt. Den vollständigen Bericht lesen auf den Seiten 142 und 144 und im E-Magazin.















