Die Wirtschafts- und Zinskrise befeuert die Immobilienmärkte weiter, obwohl ihnen mitunter schon Überhitzungserscheinungen attestiert werden. Die damit verbundene Renditekompression gepaart mit einer in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Immobilienallokation lässt viel Investoren über alternative Investments nachdenken. Ganz klassisch gehört dazu der Private-Equity-Markt, der in Österreichs Finanz- und Kapitalanlagewirtschaft ein Stiefkind ist.

Private Investitionen in Unternehmen sind volkswirtschaftlich wichtig und, wenn sie richtig gemanagt werden, für die Anleger rentabel. Darauf weisen die wenigen in Österreich tätigen Private-Equity-Vertreter gebetsmühlenartig hin, ohne dass ihnen seitens der Politik und Regulierung ernsthaft Gehör gegeben wird. Deshalb ist nicht verwunderlich, dass Private-Equity-Investments bei den meisten Finanzberatern kein Liebkind ist.

Das könnte sich jetzt langsam ändern. Kürzlich haben RBI und C-Quadrat die Auflage eines gemeinsamen Wachstumsfonds für den österreichischen Mittelstand bekannt gegeben. An dem "Austrian Growth Capital Fund" können sich jedoch nur Banken, Versicherungen, Stiftungen, Family Offices und staatliche Investoren beteiligen.

Für vermögende Privatanleger brachte die Schoellerbank schon im Juni 2020 in Kooperation mit dem Unicredit Wealth Management erstmals ein Private-Equity-Produkt auf den Markt. Die Investoren beteiligen sich an dem in Luxemburg ansässigen Dachfonds „UC Group Wealth Management Opportunities I“.  Er hat ein Zielvolumen von 100 Millionen Euro. Das erste Closing wird Ende Oktober erwartet. (ae)


Nähere Informationen zu diesem Fonds und zu weiteren verfügbaren Sachwertinvestments wie der Ifa-Anleihe "Klosterpark Salzburg" finden Sie im "Sachwertradar" in der FONDS professionell-Ausgabe 3/2020 ab Seite 152 oder hier im E-Magazin.