Sachwertradar: Hotelbetreiber erhöht Zinssatz für Investoren
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Welches der vielen Sachwertinvestments ist in der wirtschaftlich unsicheren Zeit das beste? Die Angebote klingen interessant, eine sichere Bank sind sie alle nicht.
Steigende Zinsen sind im Fixed-Income-Sektor attraktiv, wenn die Anlegerkonditionen entsprechend angepasst werden. Das gilt auch im Real-Assets-Markt. Der Hotelbetreiber Falkensteiner hat auf die EZB-Leitzinserhöhung in der vorigen Woche reagiert und die Verzinsung seiner aktuell angebotenen qualifizierten Nachrangdarlehen erhöht.
Die Zinsen in Gutscheinen wurden von 7,00 auf 7,25 Prozent pro Jahr angehoben. Der Cash-Zinssatz beträgt nun 5,25 anstelle von 5,00 Prozent. Diese Aktion fand vermutlich nicht ganz freiwillig statt. Denn zeitlich mit der Kuponverbesserung wurde die Platzierungszeit um einen Monat bis 12. Juli 2026 verlängert. Aktuell sind laut Falkensteiner erst 7,8 Millionen Euro des bis zu 18 Millionen Euro hohen Emissionsvolumens gezeichnet.
Privatkapital für die Expansion
Kreditnehmerin ist die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG). Die Emission wird über eine eigene Internetplattform platziert und stellt für FMTG die 16. Investitionsrunde dieser Art dar. Das Anlegerkapital ist für die Expansionsfinanzierung vorgesehen. Die Gruppe führt zurzeit etwas mehr als 5.000 Hotelzimmer, Suiten, Appartements und Villen und rund 2.300 Campingeinheiten.
Auch viele andere Projekte sowie Immobilien- und Private-Markets-Fonds suchen Kunden, berichtet FONDS professionell im "Sachwertradar" der Ausgabe 2/2026. Die Investoren üben sich aber aufgrund der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Zurückhaltung, wenngleich sie eine breite Angebotsvielfalt vorfinden. Zur Verfügung stehen direkte und indirekte Beteiligungsmöglichkeiten auf der Eigen- und Fremdkapitalseite, die jedenfalls auf dem Papier attraktiv erscheinen. (ae)

Über das FMTG-Nachrangdarlehen und weitere Investmentangebote, darunter die "IFA 6%-Nachhaltigkeitsanleihe 2026", berichtet die FONDS professionell-Ausgabe 2/2026 ab Seite 158. Der Beitrag ist nach Anmeldung auch hier im E-Magazin abrufbar.















