Peter Huber zieht sich vom Management des TT Contrarian Global zurück
Nach einer mehr als beachtlichen Wertsteigerung um fast 40 Prozent im vorigen Jahr wird Peter E. Huber das Ruder beim internationalen Aktienfonds TT Contrarian Global einem seiner beiden Co-Manager überlassen. An der antizyklischen und bewertungsorientierten Anlagestrategie soll sich nichts ändern.
Stabwechsel ist angesagt bei dem am 1. Dezember 2021 aufgelegten, global investierenden Aktienfonds TT Contrarian Global von Taunus Trust. Mit Wirkung zum 1. April dieses Jahres wird Jan David Meyer, neben Norbert Keimling einer von zwei Co-Managern, das Fondsmanagement verantworten. Peter E. Huber, der die Geschicke des Fonds seit dessen Start bestimmt hat, will sich künftig auf die Betreuung seines vermögensverwaltenden Fonds Huber Portfolio SICAV konzentrieren, wie die Redaktion erfahren konnte. Das haben die Verantwortlichen beim Vermögensverwalter Taunus Trust auf Nachfrage bestätigt.
Grund für den Stabwechsel sei das enorme Wachstum des Huber Portfolio SICAV, den Huber ebenfalls seit dessen Start als Stiftungsfonds am 13. Dezember 2012 durchgehend betreut. Aufgrund der überaus positiven Wertentwicklung – ein Plus von 234 Prozent seit Auflegung und ein Wertzuwachs von über 27 Prozent im vergangenen Jahr – erziele der Fonds weiterhin starke Mittelzuflüsse und verfüge nun bereits über ein Fondsvolumen von einer Milliarde Euro. Und das, obwohl der Huber Portfolio SICAV seit über einem Jahr nicht mehr aktiv vertrieben wird. Huber verzichtet seither auf Werbung, gibt keine Interviews mehr und hält sich auch bei Maßnahmen wie Webinaren, Vorträgen, Roundtables und Messepräsenz zurück.
Klassisches Multi-Asset mit Schwerpunkt auf Aktien
"Der Fonds kann aber natürlich weiter erworben werden", erklärt Huber auf Nachfrage. "Bestehende Kunden werden monatlich aktuell und umfassend informiert durch unseren Fondsletter inklusive Factsheets sowie meinen Börsenbrief 'Hubers Portfolio', der nach wie vor kostenfrei über das Internet abonniert werden kann." Das Portfolio dürfe sowohl in Aktien als auch in Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle, Währungen und Festgeld investieren. Mit diesem klassischen Multi-Asset-Ansatz könne eine antizyklische Anlagestrategie besser umgesetzt werden, auch wenn der Anlageschwerpunkt mit derzeit 60 Prozent auch künftig auf Aktien liegen werde, so Huber.
Einen noch deutlich höheren Wertzuwachs hat Huber 2025 mit dem global in Aktien investierenden TT Contrarian Global erzielen können. Der Fondswert hat im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent zulegen können, mehr als das Fünffache des MSCI World, und ist damit ins erste Perzentil seiner Morningstar-Vergleichsgruppe "Global Large Cap Value Equity" aufgestiegen. Profitiert habe er dabei von der guten Entwicklung asiatischer Aktien, insbesondere in Südkorea, Japan und China, sowie der Hausse in europäischen Bankaktien und den Engagements in Goldminentiteln, so Huber. Gebremst worden sei der positive Trend lediglich durch die verhaltene Entwicklung bei Chemie-, Auto-, Öl- und Gasaktien.
Strategie bleibt unverändert
An dieser bewährten antizyklischen und bewertungsorientierten Anlagestrategie will Jan David Meyer als der künftig verantwortliche Fondsmanager unverändert festhalten, heißt es von Taunus Trust. Meyer ist bereits seit 2020 Teil des dortigen Teams für die antizyklischen Fondsstrategien an der Seite von Huber und betreut seit 2024 seinen eigenen antizyklischen Multi-Asset-Fonds, den TT Contrarian Flexible, nach dem Vorbild des Huber Portfolio SICAV. Dementsprechend legt er aktuell einen starken Fokus auf defensive Qualitätsaktien sowie eine relativ hohe Kassenhaltung, nach dem starken Anstieg der Bewertungen an den Börsen seien stärkere Rückschläge jederzeit möglich, erklärt er dazu.
Gestartet hatte Meyer seine Laufbahn in der Fondsbranche bereits 1998, seit 2005 ist er CFA Charterholder. Als Portfoliomanager und Partner trat er 2014 in die Dienste von Taunus Trust. Sein besonderer Fokus liegt auf der qualitativen Einzeltitelanalyse. Unterstützt wird Meyer dabei von dem weiterhin als Co-Manager aktiven Norbert Keimling, der seit mehr als 20 Jahren in der Kapitalmarktforschung für Peter E. Huber tätig ist. (hh)















