Der ETF-Spezialist Han-ETF und die auf Raumfahrt spezialisierte Investmentgesellschaft Seraphim Space haben den Seraphim New Space UCITS ETF aufgelegt, der gezielt in Unternehmen investiert, deren Wachstum unmittelbar mit der Kommerzialisierung des Weltraums verbunden ist.

Kommerz und Weltall
Im Gegensatz zu anderen Raumfahrt-ETFs, die vor allem auf traditionelle Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzerne ausgerichtet seien, soll der neue ETF fokussiert in kommerzielle Weltraumfirmen investieren. Der Fonds weist eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,75 Prozent aus und ist auf Xetra, an der London Stock Exchange sowie an der Borsa Italiana gelistet.

Der zugrunde liegende Index basiert den Angaben zufolge auf einem globalen Universum börsennotierter Space-Tech-Unternehmen. Seraphim will über einen eigenen Bewertungsrahmen die Unternehmen bestimmen, die am besten positioniert sind, um am langfristigen Wachstum der New-Space-Wirtschaft teilzuhaben. Die Gewichtung orientiert sich damit nicht ausschließlich an der Marktkapitalisierung.

SpaceX gibt Richtung vor
Mark Boggett, CEO von Seraphim Space, sagt zu dem ETF: "Die Konvergenz von KI und Space-Tech sowie die steigende Nachfrage nach Konnektivität, Rüstung und Verteidigung und staatlicher Souveränität schaffen eine der attraktivsten Investmentchancen des kommenden Jahrzehnts." Und Hector McNeil, Co-CEO von Han-ETF, kommentiert: "Der Börsengang von SpaceX hat dem Sektor zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft, doch die New-Space-Wirtschaft geht weit über ein einzelnes Unternehmen hinaus. Sie umfasst Unternehmen, die Kommunikations-, Informations-, Verteidigungs- und Infrastruktursysteme aufbauen sowie dazu beitragen, dass der Weltraum zu einem immer wichtigeren Bestandteil der globalen Wirtschaft wird."

Die globale Raumfahrtwirtschaft hat laut Mitteilung der beiden Partner bereits ein jährliches Volumen von mehr als 600 Milliarden US-Dollar erreicht und dürfte laut einer Prognose von McKinsey bis zum Jahr 2035 auf rund 1,8 Billionen US-Dollar anwachsen. Mittlerweile würden rund 80 Prozent der Aktivitäten kommerziell betrieben. (jh)