Zum einen hat die Finanzmarktaufsicht FMA die novellierte Informationspflichtenverordnung für die Pensionskassen veröffentlicht, zum anderen hat sie die Mindeststandards aktualisiert, die die Kassen in den Informationen an ihre Anwartschafts- und Leistungsberechtigten gewährleisten müssen. Das soll mehr Transparenz in die betriebliche Altersvorsorge bringen, teilt die FMA mit.

Mit der Novelle der Informationspflichtenverordnung müssen die Pensionskassen angeben, welche Auszahlungsoptionen zur Verfügung stehen, wenn ein Begünstigter das im Vertrag festgelegte Pensionsalter erreicht hat.

Bei der zusätzlichen Aktualisierung der Mindeststandards für die Informationspflichten geht es um Informationen, die Anwartschaftsberechtigte erhalten müssen, wenn sie in die Pensionskassenvorsorge aufgenommen werden oder wenn sie vor  Eintritt eines Leistungsfalles den Job wechseln. "Kunden von Pensionskassen wollen Transparenz darüber, wie sich ein Wechsel ihres Arbeitsplatzes auf die Pensionsansprüche auswirkt und welche Leistung sie erwarten können, wenn sie ihren Ruhestand antreten. Transparenz fördert das Vertrauen in das System der betrieblichen Altersvorsorge", so die beiden FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller.

Die neuen Anforderungen gehen auf die europäische Pensionsfondsrichtlinie IORP II zurück, die durch die seit Ende November 2018 gültige Novellierung des Pensionskassengesetzes in österreichisches Recht umgesetzt wurde.

Verordnung für Lebensversicherung
Vor einigen Wochen hat die FMA bereits die Informationspflichten in der Lebensversicherung ausgebaut. Seit 1. Oktober 2018 müssen Versicherungsnehmer über den Gesamtkostenbetrag sowie dessen Auswirkungen auf die Versicherungsleistung informiert werden. Versicherer müssen dazu in einem von der FMA vorgegebenen, standardisierten Format darstellen, welcher Anteil der eingezahlten Prämie investiert wird und wie hoch der voraussichtliche prozentuelle Anteil der Kosten an der einbezahlten Prämiensumme beziehungsweise der Performance der Veranlagung ist. Für die Risikolebensversicherung liegt ein eigenes Infoblatt vor, das LIPID (Life Insurance Product Information Document). (eml)