Seit 2009 sind hunderte Seeschiffe, die von geschlossenen Fonds finanziert wurden, auf Grund gelaufen. Für die Insolvenz gab es viele Ursachen, nicht immer lag es nur am schlechten Markt, in dem sich das betroffene Schiff befand. In vielen Fällen waren die finanzierenden Banken selbst das Zünglein an der Waage, wodurch Rettungskonzepte oder zumindest die geordnete Abwicklung scheiterten.

So einen Fall erleben aktuell auch österreichische Anleger. Als die MPC Capital AG anno 2006 zu Marketingzwecken Kühltäschchen und Bananen an Vertriebspartner und Investoren verteilte, konnte keiner ahnen, dass damit ein zukünftiger Problemfall beworben wurde. Marketingobjekt war die "MPC Reefer Flotte", deren Anteile auch hierzulande über die österreichische Tochter des deutschen Emissionshauses sehr erfolgreich vertrieben wurden.

Insgesamt handelte sich um einen 405 Millionen Euro schweren Dachfonds, der 14 gebrauchte Kühlschiffe, so genannte ­Reefer, gekauft und vermietet hatte. Anfang Februar dieses Jahres musste dieser Fonds nun Konkurs anmelden. Damit droht den ­Anlegern der Totalverlust ihres Investments – rund 1.000 Österreicher sind davon betroffen. (ae)


Über die Entwicklungen, die zur Insolvenz des großen Flottenfonds geführt haben, berichtet die FONDS professionell-Ausgabe 1/2019 aab Seite 146. Angemeldete KLUB-Mitglieder können den Bericht auch hier im E-Magazin lesen.