Von diesem Donnerstag (24.3.) an soll der Handel an der Moskauer Börse wieder aufgenommen werden. Der An- und Verkauf war nach Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine auf unbestimmte Zeit gestoppt worden.

Zunächst sollen aber nur 33 ausgewählte Aktien wieder gehandelt werden, berichtet das "Handelsblatt", darunter die Titel der Energiekonzerne Gazprom und Lukoil. Außerdem werde der Handel auf wenige Stunden von 9.50 bis 14 Uhr beschränkt. Leerverkäufe bleiben verboten. Transaktionen mit russischen Staatsanleihen seien bereits seit Montag (21.3.) wieder möglich.

Milliardenschweres Fondsvermögen eingefroren
Als Russlands Armee vor einem Monat in die Ukraine einmarschierte, hatte das einen beispiellosen Absturz des Moskauer Leitindex RTS zur Folge – den Investoren war klar, dass die schnell beschlossenen Wirtschaftssanktionen die russischen Konzerne hart treffen würden.

Der als Reaktion auf den Kursverfall verhängte Handelsstopp hatte direkte Auswirkungen auf die Fondswelt: Für europäische Aktienfonds im Wert von mindestens 5,7 Milliarden Euro sind seither keine Anteilsrücknahmen und -ausgaben möglich (FONDS professionell ONLINE berichtete). Wann die Asset Manager ihre Sondervermögen wieder öffnen können, steht noch nicht fest. Möglich ist das erst, wenn sich ein belastbarer Nettoinventarwert berechnen lässt. (bm)