Europas Fondsgesellschaften haben seit 2009 unterm Strich rund 1.000 Anteilsklassen aufgelöst. Die Gesamtzahl der vermarkteten Tranchen sank damit auf rund 32.000. Dies zeigt eine Auswertung der Lipper-Datenbank durch FONDS professionell. Demnach schlossen im Krisenjahr 2009 die Anbieter viele Anteilsklassen, im folgenden Erholungsjahr kamen hingegen mehr neue hin­zu, als aufgelöst wurden. Seither schrumpft die Fondslandschaft netto. Erst 2017 wendete sich das Blatt wieder. Wichtige Ergebnisse finden Sie in der Grafik-Galerie oben!

Zudem agieren die Asset Manager augenscheinlich recht zyklisch, was die Neuauflage und die Auflösung von Fonds angeht, zeigen die Daten, die der Thomson-Reuters-Analyseableger Refinitiv der Redaktion zur Verfügung stellte. Demnach warfen während der Hausse an den Rohstoffmärkten die Anbieter immer neue Produkte auf den Markt. Die ­Begeisterung für Neuauflagen hielt sogar noch an, als der Preisboom bei Öl, Gold und Kupfer bereits abebbte. Im Jahr 2013 schlug die Stimmung dann auch bei den Anbietern um – Rohstofffonds wurden fortan verschmolzen oder ganz geschreddert. (ert)


Eine detaillierte Auswertung der Neuauflagen sowie Verschmelzungen und Auflösungen und welche Beweggründe Asset Manager noch haben, um ihr Sortiment aufzuräumen, lesen Sie in FONDS professionell 1/2019 ab Seite 92. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder finden den Artikel "Die Ausputzer" auch hier im E-Magazin.