Die Ratlosigkeit darüber, wie sich bei halbwegs moderatem Risiko heute noch Kapitalerträge erwirtschaften lassen, nimmt angesichts dauerhaft zinsschwacher Zeiten und hoch bewerteter Aktienmärkte zu. Eines der Themen, mit denen man in diesem Umfeld noch mit Erträgen argumentieren kann, ist Infrastruktur.

Stabiler Cashflow
Auch J.P. Morgan Asset Management reiht sich in die Liste der Portfoliomanager ein, die sich entschieden haben, diese Anlageklasse in ihre Auswahl aufzunehmen oder höher zu gewichten, wie die Redaktion erfuhr. In den vergangenen Wochen habe man im breit streuenden Mischfonds "Global Income Fund" die Allokation um Infrastruktur-Aktien ergänzt, sagte eine Sprecherin. "Ähnlich wie bei Immobilieninvestments mittels REITs bieten Aktien im Infrastrukturbereich einen stabilen Cashflow aus Geschäftsfeldern wie beispielsweise Stromversorgung oder Mautstraßen", heißt es.

Anders als bei den Direktinvestitionen institutioneller Investoren bedeutet Infrastruktur im OGAW-Bereich, dass der Fondsmanager börsenotierte Infrastrukturtitel erwirbt. Kritiker bemängeln denn auch, dass der Anleger mit "Listed Infrastructure" weniger die Infrastruktur sondern viel mehr ein gewöhnliches Aktienmarktrisiko kauft.

Defensiv in volatilen Phasen
Bei J.P. Morgan AM lässt man das so nicht gelten. "Wir schätzen an den Infrastrukturinvestments das attraktive Renditeniveau, die Defensivität in Phasen der Aktienmarktvolatilität und die Möglichkeit der weiteren Diversifikation unserer Aktienallokation", hebt Income-Fondsmanager Michael Schoenhaut die Vorteile der Anlageklasse hervor.

Insgesamt zeigt sich auch an diesem Fonds, dass die Portfoliomanager im Income-Bereich mittlerweile sehr aktiv immer neue Bereiche erarbeiten müssen, um die angepeilten Renditen zu erwirtschaften. So kam der Global Income Fonds beim Launch vor elf Jahren noch mit sechs Anlageklassen aus, mittlerweile seien es rund zwei Dutzend, heißt es bei J.P. Morgan AM. (eml)