Immobilien: Corum steigert Umsatz in Österreich um ein Drittel
Der Fondsmanager sammelte bei österreichischen Privatkunden einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag ein.
Entgegen der allgemeinen Marktentwicklung meldet der französische Fondsmanager Corum hohe Umsätze. Während viele Gesellschaften Mittelabflüsse zu beklagen haben, erhöhte die Corum-Gruppe nach eigenen Angaben im Jahr 2025 das verwaltete Einlagenvolumen um 1,6 auf 9,6 Milliarden Euro. Aus Österreich stammen 116 Millionen Euro. Allein voriges Jahr sollen österreichische Privatanleger 32 Millionen Euro in die Gewerbeimmobilienfonds Corum Origin und Corum XL investiert haben. Das wären 37 Prozent mehr als 2024.
"Unsere Vertriebspartner betreuen mittlerweile rund 4.200 Anleger in Österreich, welche im Durchschnitt 34.400 Euro in unseren Fonds veranlagt haben. Besonders erfreulich ist die niedrige Rücknahmerate von 0,03 Prozent im Verhältnis zu den Assets under Management", erklärt Martin Prandl, Head of Sales Austria bei Corum Investments. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 500 Vertriebspartner in Österreich.
Viele Investitionen, wenige Exits
Die beiden Immobilienfonds haben im vergangenen Jahr insgesamt 583 Millionen Euro für Investitionen ausgegeben. Im größeren Fonds Corum Origin habe die durchschnittliche Ankaufsrendite bei 8,45 Prozent gelegen. Im Corum XL wurden die Immobilien zu einer durchschnittlichen Ankaufsrendite von 7,56 Prozent erworben. Exits gab es beim Corum Origin: Der Fonds verkaufte fünf Immobilien für 163 Millionen Euro und erzielte damit laut Unternehmensangaben einen "Mehrwert von 28 Millionen Euro, was einer Wertschöpfung von 21 Prozent entspricht".
Obwohl die genannten Realisierungsergebnisse aus Immobilienverkäufen überschaubar sind, berichtet der Fondsmanager von einer "Performance über den Zielrenditen". Corum Origin und Corum XL sollen die Renditeziele von sechs beziehungsweise fünf Prozent übertroffen und 2025 tatsächlich 6,5 beziehungsweise 5,3 Prozent erreicht haben. Dabei handelt es sich jedoch nicht zwangsläufig um erwirtschaftete Immobiliengewinne, sondern per Eigendefinition um die Ausschüttungen der Fonds an die Anleger im Verhältnis zum jeweiligen Fondsvolumen. Gleichwohl setzt sich der wirtschaftliche Ertrag der Fonds aus den Verkaufsgewinnen und aus den laufenden Mieteinnahmen zusammen. Rechnet man beim Corum Origin Mieteinnahmen in Höhe von 230 Millionen Euro hinzu, beträgt das rechnerische Bruttoergebnis vor Abzug aller Kosten 258 Millionen Euro beziehungsweise 7,9 Prozent des Fondsvolumens von Anfang 2025. (ae)




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