Die Hypo Oberösterreich hat Österreichs erste nachhaltige Wohnbauanleihe begeben. Das Emissionsvolumen beträgt 30 Millionen Euro, heißt es in einer Aussendung. Die im Rahmen der "hypo-blue-Wohnbauanleihe" zur Verfügung gestellten Gelder werden demnach ausschließlich zur Finanzierung des energieeffizienten heimischen Wohnbaus verwendet. Dadurch trage die Anleihe zur CO2-Reduzierung bei.

Die Anleihe trägt das österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte (UZ-49). Anleger hätten damit die Gewissheit, dass ihre Gelder in ökologisch und sozial wertvolle Projekte investiert werden, so Hypo Generaldirektor Klaus Kumpfmüller.

Steuerbegünstigung
Hypo OÖ sieht sich als die die derzeit "mit Abstand größte Emittentin" der steuerlichattraktiven Wohnbauanleihen. Zinsen aus Wohnbauanleihen sind für Private bis zu einer Höhe von vier Prozent von der Kapitalertragssteuer (KESt) befreit. Freiberufler und KMUs können Wohnbauanleihen beim "investitionsbedingten Gewinnfreibetrag" geltend machen und so ihre steuerliche Bemessungsgrundlage reduzieren, allerdings gilt hier eine Behaltefrist von mindestens vier Jahren.

Erst Anfang September hat die Bank einen Green Bond im Volumen von 250 Millionen Euro begeben, der sich an institutionelle Investoren richtete und laut den Angaben doppelt überzeichnet war. Mit der neuen Wohnbauanleihe gibt es nunmehr ein eigenes entsprechendes nachhaltiges Veranlagungsprodukt für Private. Die Bank selbst verfügt seit 2016 über ein Nachhaltigkeitsrating von ISS ESG im Primestatus, heißt es. (eml)