Parallel zum massiven Anstieg beim Angebot nachhaltiger Investmentfonds stieg auch die Zahl der Gütesiegel und Auszeichnungen für die Produktgruppe. Österreich nimmt hier mit dem Österreichischen Umweltzeichen eine Vorreiterrolle ein. Lange bevor ESG-Fonds der breiten Anlegerschaft ein Begriff waren, wurde das Umweltzeichen für Finanzprodukte vom damaligen Um­welt­ministerium im Jahr 2004 ins Leben gerufen. Mittlerweile wurde die Auszeichnung für eine Vielzahl von Produkten verliehen. Wie die Zukunft des Gütesiegels angesichts der Pläne für ein EU-Ecolabel für Fonds aussieht und welche Auswirkungen er durch die neue Taxonomieverordnung erwartet, erklärt Josef Behofsics, Ministerialrat im Bundesministerium für Klimaschutz und Umwelt (BMK). Er ist für das Umweltzeichen im Bereich Finanzprodukte zuständig und sitzt quasi an der Schnittstelle der unterschiedlichen Abteilungen und externen Unternehmen, die am Umweltzeichen mitarbeiten.

Eingeführt wurde das Österreichische Umweltzeichen bereits 1990, im Jahr 2004 wurde dann damit begonnen, auch Finanzprodukte mit dem Umweltzeichen für Nachhaltige Finanzprodukte (UZ 49) zu lizenzieren. Es ist somit das älteste SRI-Fondssiegel in Europa. "Wir waren damals die Ersten, mittlerweile gibt es europaweit knapp ein Dutzend Siegel für Finanzprodukte. Aktuell stehen wir bei 200 lizenzierten Finanzprodukten, Investmentfonds sind es 172", erklärt Behofsics.


Ausgewählte Zitate finden sich in der Bilderstrecke oben. Das ausführliche Interview mit Josef Behofsics lesen Sie in der aktuellen Magazinausgabe 3/2021 von FONDS professionell, angemeldete Nutzer können es auch hier im E-Magazin auf Seite 194 finden.