Der Asset Manager Greiff Capital lässt ab dem 12. August 2019 wieder frisches Geld in die Retail-Anteilsklasse des Greiff Special Situations Fund fließen. Die Freiburger Gesellschaft hatte im Januar 2017 bei der auf Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) im deutschsprachigen Raum fokussierten Strategie die Pforten geschlossen. Neukunden mussten seither bei der Zeichnung von Anteilscheinen ein Ausgabeaufschlag in Höhe von fünf Prozent bezahlen. Bestandskunden waren nicht betroffen.

Mit diesem Schritt, der zu den Varianten eines sogenannten Soft Close zählt, wollte die Gesellschaft im Interesse der Alt-Anleger die Mittelzuflüsse begrenzen. Der Fonds hatte aufgrund reger Nachfrage ein Volumen von 200 Millionen Euro erreicht. Dies sei die Obergrenze, um die Anlagestrategie erfolgreiche weiterzuführen, hieß es damals.

Nun haben sich die Vorzeichen jedoch geändert. "Wir haben uns dazu entschlossen, das Soft Close aufzuheben, da die Aktivitäten im M&A-Markt wieder deutlich anziehen und uns damit erlauben, zusätzliches Kapital zu allokieren", so Volker Schilling, Mitglied des Vorstandes von Greiff. Der Fonds verwaltet derzeit ein Volumen von rund 230 Millionen Euro. (ert)