Franklin Templeton hat seine ersten vier börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) in Europa lanciert. Hierbei handelt es sich um nach Marktkapitalisierung gewichtete Länder-ETFs für Brasilien, China, Korea und Indien.

Ganz neu ist das Thema passive Investments für den US-amerikanischen Asset Manager, der bislang hauptsächlich auf aktive Portfolios setzte, aber nicht. Vor fast zwei Jahren startete der Vermögensverwalter bereits vier Smart-Beta-ETFs in Europa. Diese verfügen aber immerhin noch über eine aktive gemangte Komponente. Seitdem hat er weitere Smart-Beta- aber auch aktive Anleihen-ETFs lanciert



Preiskampf mit Platzhirschen
Mit den vier rein passiven Indextrackern greift Franklin Templeton nun ETF-Platzhirsche wie iShares, Lyxor oder X-Trackers direkt an – so erklären sich auch die sehr niedrigen Gebühren der Produkte. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt hauchdünne 0,19 beziehungsweise 0,09 Prozent – und damit laut dem Asset Manager im Durchschnitt 70 Prozent weniger als bei entsprechenden Schwellenlandprodukten der Konkurrenz. Denn vornehmlich über den günstigen Preis lassen sich Kunden anlocken.

Aus gleichem Kalkül hat auch Fidelity im vergangenen August auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt zwei ETFs ins Sortiment genommen, die keine Gebühren erheben und kein Mindestinvestment vorsehen – kurz danach schossen die Verkaufszahlen steil nach oben (FONDS professionell ONLINE berichtete).

"Logische" Entscheidung für EM-Märkte
"Franklin Templeton ist für seine langjährige Schwellenländerexpertise bekannt. Wir freuen uns, nun auch erste passive ETF-Lösungen zu sehr niedrigen Gebühren anbieten zu können. Es war logisch, mit Brasilien, China, Indien und Korea zu beginnen, da diese vier wachstumsstarken Länder die größten Länderallokationen innerhalb der Kundenportfolios und breiten Schwellenländerindizes darstellen", kommentiert Caroline Baron, Head of ETF Sales EMEA bei Franklin Templeton.

"Im September 2017 haben wir unsere ersten ETFs in Europa eingeführt und danach unser Angebot und das ETF Team stetig vergrößert. Gestärkt durch positives Kundenfeedback werden wir auch in Zukunft in jenen Bereichen neue ETFs auflegen, die besonders gut zu unserer Expertise passen und wo wir einen klaren Mehrwert bieten können. Bislang zählten dazu neben den neuen passiven und sehr günstigen Schwellenländer-ETFs unsere Smart Beta ETFs und aktive Anleihe-ETFs, dessen Konstruktion auf jahrzehntelanger Erfahrung aus dem aktiven Management beruhen", ergänzt Martin Linsbichler, Geschäftsführer von Franklin Templeton in Österreich. (jb)