Flossbach von Storch fusioniert Fonds
Der Schwellenländeraktienfonds von Flossbach von Storch war nie ein typischer Vertreter seiner Kategorie. Auch deshalb ging die jüngste Emerging-Markets-Rally an den Anlegern vorbei. Nun kündigt der Vermögensverwalter an, das Geld auf einen recht neuen Themenfonds zu übertragen.
Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch verschmilzt den Aktienfonds FvS – Global Emerging Markets Equities zum 1. Oktober auf den FvS – Digital Essentials. Das geht aus einer Mitteilung an Anleger hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Der im März 2014 aufgelegte Schwellenländeraktienfonds verwaltet aktuell rund 65 Millionen Euro. In dem erst im August 2025 lancierten Themenfonds waren zuletzt knapp 88 Millionen Euro investiert.
"Ziel ist es, unsere Produktpalette möglichst fokussiert und übersichtlich zu halten", teilte ein Sprecher des Vermögensverwalters auf Anfrage der Redaktion mit. "Insofern ist die Zusammenführung nicht zuletzt wegen der Schnittmengen beider Fonds sinnvoll." Beide Anlageprodukte hätten beispielsweise in südkoreanische Technologiefirmen investiert. Zudem sei der Emerging-Markets-Fonds nie ein "klassischer" Schwellenländerfonds gewesen. So habe der Portfoliomanager Michael Altintzoglou beispielsweise auch auf Unternehmen aus entwickelten Volkswirtschaften gesetzt, die besonders vom Wachstum in den Schwellenmärkten profitierten. "Auch in diesem Bereich gibt es Überschneidungen", so der Sprecher.
Enttäuschung hier – Hoffnung dort
Zuletzt enttäuschte die Performance des FvS – Global Emerging Markets Equities: Sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr blieb der Fonds deutlich hinter dem Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe zurück. Zumindest zum Teil dürfte das mit dem erwähnten außergewöhnlichen Investmentansatz zusammenhängen.
Der FvS – Digital Essentials "investiert in global agierende Unternehmen, die den digitalen Wandel mit ihren Produkten und Dienstleistungen entscheidend mitgestalten, im Alltag von Menschen und Unternehmen unverzichtbar sind und durch starkes Wachstum sowie eine gefestigte Marktposition überzeugen", hatte das Unternehmen zur Auflage des Fonds vor gut einem Jahr erklärt. Auch bei diesem Themenfonds wollen die Kölner ihrem Anlagestil treu bleiben und sich auf Unternehmen fokussieren, die "auf Sicht berechenbare Erträge erwarten lassen und solide Bilanzen vorlegen".
Portfoliomanager bleibt Mitglied des Investmentteams
Der neue Tech-Fonds wird von Dirk Seel gemanagt, der seit 2014 für den Vermögensverwalter arbeitet. Altintzoglou bleibt Mitglied des Investmentteams, auch wenn sein Schwellenländerfonds bald aufgelöst wird. Er wird "weiterhin Unternehmen aus den Emerging Markets analysieren, um so Investmentideen zu generieren – nicht nur für den FvS – Digital Essentials, sondern auch für alle anderen Fonds, die in Aktien investieren", erläutert der Sprecher. "Das hat er in den vergangenen Jahren im Übrigen auch getan." (bm)




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