Bisher notierten österreichische Staatsanleihen sowohl in Frankfurt als auch in Wien. Das ändert sich nun. Die OeBFA will alle neu begebenen Bundesanleihen nur noch an der Wiener Börse listen. Bereits bestehende Notierungen bleiben davon unberührt, teilt die OeBFA mit.

Den Auftakt mit dem Single-Listing in Wien machte am Mittwoch (28.1.) die in der Vorwoche emittierte zehnjährige Bundesanleihe der Republik (ISIN: AT0000A3RVH9). Die mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 3,20 Prozent versehene Anleihe (Fälligkeit: 20. Februar 2036) stieß auf hohe Investorenresonanz. Die Transaktion war um das 18,6-Fache überzeichnet.

Breitere Investorenbasis und höhere Liquidität in Wien erhofft
Mit der Bündelung an einem Handelsplatz soll die Sichtbarkeit des österreichischen Staatsanleihemarktes gestärkt und die Liquidität in Wien erhöht werden, teilt die OeBFA mit. Unterstützt von den Market Markern Erste Group Bank AG und Raiffeisen Bank International AG sind österreichische Bundesanleihen zwischen 9:15 Uhr und 16:30 Uhr ganztägig in Form einer fortlaufenden Auktion handelbar.

Die Republik Österreich sei der größte Emittent an der Wiener Börse. Ausschlaggebend für die Wahl der Handelsplätze seien für die OeBFA hohe Transparenz, Preis und Liquidität, wie es heißt. Diese Kriterien erfülle Wien. Der Schritt unterstütze zudem die Beteiligung von Privatanlegerinnen und Privatanlegern, da diese über die Wiener Börse einen einfachen Handelszugang zu Bundesanleihen hätten. Der Staat erhofft sich durch die Maßnahme eine breitere Investorenbasis.

Österreichische Bundesanleihen werden durch die OeBFA im Namen und auf Rechnung der Republik Österreich begeben, vertreten durch das Finanzministerium. Aktuell notieren in Wien alle 34 Bundesanleihen der Republik Österreich mit einem gesamt ausstehenden Volumen von rund 355 Milliarden Euro. (eml)