Der Einmarsch Russlands in die Ukraine dürfte zu einer starken Nachfrage nach Aktien und Fonds aus dem Segment der erneuerbaren Energien führen. Davon zeigt sich Raimund Tittes überzeugt, der Vorstand der Kölner Investmentberatung Invextra.

Die EU werde alle Ressourcen bündeln müssen, um schnellstmöglich aus der fossilen Energiegewinnung auszusteigen und von der energiepolitischen Abhängigkeit von Russland wegzukommen, ist Tittes überzeugt. "Die Energiewende erhält damit neben der Klimanotwendigkeit auch eine sicherheitspolitische Begründung."

"Auch die letzten Skeptiker wurden überzeugt"
Der Betreiber der Fondsdiscountplattform "Investmentfonds.de" berichtet, schon am Tag nach der Invasion sei eine verstärkte Nachfrage nach Erneuerbare-Energien-Fonds zu beobachten gewesen. Auch wenn die Aktienkurse im Umfeld geopolitischer Unruhen und hoher Inflationsraten erstmal unter Druck bleiben dürften, werde sich die Branche der erneuerbaren Energien "langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit als äußerst rentables Investment auszeichnen", meint Tittes. "Seit dem Einmarsch von Russland in die Ukraine sind inzwischen vielleicht auch die letzten Skeptiker von der der Notwendigkeit schneller und massiver Investitionen in dem Bereich der erneuerbaren Energien überzeugt worden." (bm)