Anleger haben im Mai unter dem Strich 12,7 Milliarden Euro aus europäischen Fonds abgezogen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Lipper-Teams von Refinitiv hervor. Rechnet man die Zuflüsse in Geldmarktfonds heraus, die in aller Regel nur als kurzfristiger Liquiditätsparkplatz dienen, beläuft sich das Minus sogar auf 27 Milliarden Euro.

Damit war der Mai der 13. Monat in Folge mit Nettomittelabflüssen, betont Detlef Glow, der das Lipper-Research in der EMEA-Region leitet. Davor hatte es an Europas Fondsmarkt 16 Monate lang ohne Unterbrechung Zuflüsse gegeben.

Mischfonds mit signifikanten Abflüssen
Die meisten Zuflüsse im Mai verzeichneten Rentenfonds: Sie sammelten unter dem Strich fünf Milliarden Euro ein. An zweiter und dritter Stelle folgen Immobilien- und Rohstofffonds mit 1,0 beziehungsweise 0,3 Milliarden Euro. Aus Aktienfonds zogen Anleger dagegen 22 Milliarden Euro ab. Auch alternative Ucits-Fonds (-5,7 Milliarden Euro) und Mischfonds (-5,2 Milliarden Euro) verbuchten signifikante Abflüsse.

Der absatzstärkste Anbieter im Mai war Pimco: Die Allianz-Tochter sammelte netto 3,8 Milliarden Euro frisches Geld ein, gefolgt von Morgan Stanley (3,5 Milliarden Euro) und Vanguard (2,6 Milliarden Euro). Die DWS steht in diesem Ranking mit knapp 1,4 Milliarden Euro auf dem siebten Platz. (bm)