ETF-Markt erklimmt neue Rekorde
Das Geschäft mit börsengehandelten Fonds boomt. Anleger stecken immer mehr Geld in ETFs. Der europäische Markt schwingt sich in der Folge zu neuen Rekorden auf. Die Zuflüsse entfallen vor allem auf eine Anlageklasse – und einen Anbieter.
Der Markt für börsengehandelte Fonds (ETFs) in Europa hat im Jahre 2025 erneut Rekordmarken gebrochen. Das verwaltete Vermögen kletterte im Jahresverlauf auf rund 2,6 Billionen Euro. Dies zeigen Daten der London Stock Exchange Group (LSEG). Demnach flossen ETFs im Jahresverlauf unter dem Strich 333 Milliarden Euro an Neugeld zu – noch einmal mehr als im bisherigen Top-Jahr 2024, als die börsengehandelten Vehikel ein Nettomittelaufkommen in Höhe von 256 Milliarden Euro verzeichnet hatten.
"Der ETF-Markt ist durch die Decke gegangen", kommentierte Simon Klein, globaler Vertriebschef von Xtrackers, jüngst bei einer Pressekonferenz in Frankfurt die Entwicklung. Der Löwenanteil des Wachstums entfiel einmal mehr auf Aktien-ETFs, die im Jahresverlauf rund 250 Milliarden Euro an Nettoneugeld einsammeln konnten, wie Daten des Fondsanbieters Amundi zeigen. Anleihen-ETFs gewann rund 78 Milliarden, andere Bereiche wie Rohstoffe sowie Multi-Asset und alternative Strategien spielen da nur eine Nebenrolle.
Rolle als Platzhirsch verteidigt
Den Amundi-Daten zufolge verzeichneten innerhalb des Aktiensegments Strategien auf europäische Aktien mit fast 66 Milliarden Euro die höchsten Zuflüsse im vergangenen Jahr. Dichtauf folgen Industrieländer mit 63 Milliarden Euro. Globale Indizes erzielten 42,6 und US-Aktien 37,2 Milliarden Euro an Nettomittelzuflüssen. Bei Anleihen rangierten Staatspapiere mit 27,6 Milliarden Euro vor bonitätsstarken Unternehmensbonds mit 24,2 Milliarden Euro an Mittelaufkommen.
Die Rolle als Platzhirsch verteidigte klar der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock mit seiner ETF-Sparte iShares. Die New Yorker verwalteten in Europa per Ende Dezember mehr als eine Billion Euro in ETFs, wie die Daten der LSEG zeigen. Mit deutlichem Abstand folgt Europas größtes Fondshaus, die französische Gesellschaft Amundi mit 332 Milliarden Euro. An dritter Stelle steht die Deutsche-Bank-Tochter DWS. Deren Marke Xtrackers verwaltete 272 Milliarden Euro. Darauf folgt Vanguard mit fast 200 Milliarden Euro. (ert)
















