Afrikanische Staatsanleihen sind in vielen globalen Portfolios bislang kaum vertreten. Legal & General Asset Management (L&G) eröffnet Anlegern nun mit dem neuen L&G LSF African Government Bond ETF (ISIN: IE000MJ79846) einen gezielten Zugang zu diesem Markt. Eine Besonderheit gibt es bereits beim Start: Das Initialinvestment stammt im Rahmen des Mobilist-Programms vom britischen Außenministerium. Nach Angaben von L&G stellt das Ministerium damit erstmals Startkapital für einen ETF bereit.

Länderobergrenzen sollen Risiken begrenzen
Um eine zu starke Konzentration auf einzelne Staaten zu vermeiden, sieht der zugrundeliegende Index Länderobergrenzen und bestimmte Zulassungskriterien vor. Zudem werden Anleihen mit einem moderateren Durationsprofil als bei breiter gefassten Schwellenländerindizes ausgewählt. Berücksichtigt werden Länder, die von der Liquidity and Sustainability Facility (LSF) als zulässig eingestuft werden.

Hinter dem Produkt steht damit nicht nur das Ziel, Anlegern einen neuen Zugang zu afrikanischen Staatsanleihen zu eröffnen. Die LSF-Initiative will zugleich die Liquidität der dortigen Anleihemärkte erhöhen und die Finanzierungskosten afrikanischer Staaten senken. Das staatliche Startkapital aus Großbritannien soll dabei helfen, weitere Investoren für den Markt zu gewinnen.

Auf der Aktienseite kein Neuland
Ganz neu ist Afrika als ETF-Anlagethema allerdings nicht. Auf der Aktienseite können europäische Anleger bereits seit vielen Jahren über börsengehandelte Indexfonds in die Region investieren. So wurde der heutige Amundi Pan Africa UCITS ETF bereits 2008 aufgelegt. Er bildet den SGI Pan Africa Index ab. Der neue L&G-Fonds erschließt nun nach Angaben des Anbieters erstmals afrikanische Staatsanleihen über einen entsprechenden UCITS-ETF in Europa. (cf)