Der Veri ETF-Dachfonds gilt als ältester Dachfonds Deutschlands, der in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) investiert. Nun hat der französische Asset Manager La Française, zu dessen Sortiment das auch in Österreich zugelassene Portfolio nach der Übernahme der Veritas Gruppe gehört, dem elf Jahre alten Produkt einen gründen Anstrich verordnet. Die ETF-Zielfonds sollen ab sofort überwiegend Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. 

So sollen mittels eines mehrstufigen Selektionsprozesses für jeden in Frage kommenden Markt die entsprechenden ETFs nach SRI und ESG-Kriterien überprüft werden. SRI steht für "Sustainable Responsible Investment", also eine nachhaltige Kapitalanlage. Dazu gehört beispielsweise der Ausschluss von Waffenproduzenten, Hersteller von Alkohol und Tabak, Atomenergieanbieter sowie Unternehmen aus den Bereichen Pornografie und Glückspiel. Darüber hinaus müssen innerhalb der ETFs weitreichend ESG-Kriterien (Environment, Social und Governance) berücksichtigt werden, um im Analageuniversum des Fonds aufgenommen zu werden. 

Zu Dreiviertel schon nachhaltig
"Unser Ziel ist es, auf Basis des erprobten und langjährig angewandten Investmentprozesses des Veri ETF-Dachfonds Anlegern eine attraktive und breit aufgestellte Lösung aus unterschiedlichen nachhaltigen ETFs zu bieten", beschreibt Marcus Russ zuständiger Fondsmanager bei La Française Asset Management, das auch am FONDS professionell KONGRESS am 29. und 30. Januar 2020 in Mannheim vertreten sein wird (Anmeldung hier), die Portfoliostruktur. Im Ergebnis bestehe das rund 86 Millionen Euro schwere Portfolio mit aktuell 31 ETFs zu rund 74 Prozent aus nachhaltigen Produkten.

Für den restlichen Anteil, der beispielsweise Small Caps oder US-amerikanische Staatsanleihen enthält, gebe es noch keine entsprechenden Angebote. Es sei aber zu erwarten, dass der Anteil nachhaltiger ETFs im Fonds sukzessive weiter steigen wird. Denn: Auch die Auswahl an solchen Produkten wachse wegen der steigenden Nachfrage, so der Vermögensverwalter. (jb)