Die DWS legt zusammen mit dem Schweizer Institut Post Finance einen börsengehandelten Fonds (ETF) auf, der in mehrere Anlageklassen investiert. Die Post Finance ist eine Tochter der staatlichen Schweizer Post und insbesondere im Privatkundengeschäft aktiv. Die DWS hat mit ihrer Passiv-Sparte Xtrackers bereits zusammen mit dem Neobroker Scalable Capital einen gemeinsamen ETF auf Aktien aufgelegt.

Der Post Finance Global Portfolio Xtrackers UCITS ETF (ISIN LU3254343414) wiederum ist speziell auf den eidgenössischen Markt zugeschnitten. Das Portfolio umfasse weltweit Aktien aus Industrie- und Schwellenländern. Doch er unterscheide sich deutlich von klassischen, rein indexbasierten Lösungen. "Der Anteil europäischer und insbesondere Schweizer Aktien ist gezielt höher gewichtet", heißt es in der Mitteilung.

Gold und Schweizer Immobilien
Ergänzt werde das Portfolio durch alternative Anlagen wie Gold und Schweizer Immobilien. Der ETF setze damit die Asset-Allokation der Post Finance um. Der ETF sei als sogenanntes Execution-only-Produkt konzipiert und werde daher ohne Anlageberatung angeboten. Er stehe auch Kunden abseits der Bank offen, werde aber nur an der SIX Swiss Exchange notiert.

"Der ETF ist ein Beleg für die erfolgreiche Entwicklung von maßgeschneiderten ETF-Lösungen in Partnerschaft mit renommierten Institutionen", sagt Simon Klein, globaler Leiter Private Wealth bei der DWS. "Wir haben in diesem Bereich einen starken Footprint und haben bereits mit zahlreichen Partnern Anlagelösungen an den Markt gebracht."

Co-Produktionen bei ETFs
In Deutschland hat die Direktbank Comdirect zusammen mit State Street einen ETF auf den Markt gebracht. Der französische Fondsriese Amundi wiederum hat für das Portal Finanzen.net eine eigene Anteilsklasse seines MSCI World ETFs auf das Parkett geführt. Branchenkenner gehen davon aus, dass noch mehr solcher Kooperationen zwischen Bankvertrieben und Produktanbietern entstehen werden. (ert)


Welche weiteren Multi-Asset-ETFs auf dem Markt sind und warum das Segment bislang eine Randerscheinung blieb, lesen Sie auch in Ausgabe 2/2026 von FONDS professionell ab Seite 48. Angemeldete Leser finden den Artikel auch hier im E-Magazin.