Die DWS folgt der aktuell typischen Argumentation des "Einerseits-Andererseits“: Die Fondsgesellschaft erkennt in ihrem aktuellen Ausblick zwar an, dass in den kommenden Monaten weitere Gewinne an den Aktien- und Anleihemärkten möglich sind. Ganz geheuer ist den Kapitalmarktstrategen die Sache aber nicht. Denn die "Dauersorge Handelsstreitigkeiten" trübt den Ausblick. Konsequenz: Die taktische Positionierung der Fonds bleibt defensiv.

Die Analysten stellen fest: "Es besteht eine ungewöhnlich hohe Diskrepanz zwischen Kursständen, Positionierung und Stimmung der professionellen Anleger." Will sagen: Die Stimmung ist besser als die Lage. Als Hauptrund dafür hat die Fondsgesellschaft einmal mehr die Politik des US-Präsidenten Donald Trump ausgemacht. Zwar habe dieser zuletzt mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping gesprochen, dabei angedrohte neue Zölle auf Importe in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar erstmal vertagt und auch die Geschäfte von US-Unternehmen mit dem chinesischen Telekommunikationsunternehmen Huawei vorerst wieder zugelassen.

Der nächste Rückschalg kommt bestimmt
Doch sei die Auseinandersetzung damit noch lange nicht beendet: "Der Handelsstreit und viel mehr noch das Ringen um die technologische Vorherrschaft sollten die Märkte und die Unternehmen noch länger beschäftigen." Die DWS hält daher vorerst an ihrer geringeren Risikobereitschaft fest: "Wir warten auf einen Rückschlag, bevor wir das Risiko wieder erhöhen." (fp)