Wie jeden Monat haben die Experten von Scope die Ratings, auf einer Skala von "A" bis "E", für rund 7.100 Investmentfonds aktualisiert. Demnach können sich 277 Produkte über ein Upgrade freuen, während 256 ein Downgrade verkraften mussten. Erstmals bewertet wurden 56 Portfolios, davon erhielten 16 aktive Fonds ein Top-Rating, wie Scope mitteilt.

Zu den Fonds, die hochgestuft wurden, gehört der DWS ESG Akkumula. Er zählt zu den ältesten Investmentprodukten in Deutschland. Seit 1961 ist der globale Aktienfonds am Markt. Von Mitte 2022 an schwankte sein Rating zwei Jahre lang zwischen einem "A" und "B", ehe sich sein Rating-Score seit Mitte 2024 zunehmend verringerte.

Zurück auf Top-Rating
"Doch jetzt ist der Fonds nach einigen Monaten auf 'C'-Niveau in den Top-Rating-Bereich zurückgekehrt. Portfoliolenker André Köttner wählt die Titel anhand fundamentaler Kriterien aus und achtet auf eine der Marktlage angepassten Mischung substanzstarker und wachstumsorientierter Unternehmen", schreibt Scope-Analyst Florian Koch.

Diese Strategie habe in den vergangenen fünf Jahren zu einer deutlich höheren Rendite geführt als der Durchschnitt der Vergleichsgruppe (13,1% p.a. versus 10,7% p.a.). Auch die Risikoparameter sind über diesen Zeitraum besser als die der Vergleichsgruppe. Mittel- bis kurzfristig seien sie allerdings erhöht.

Blackrock Advantage US Equity Fund empfängt höchste Rating-Weihen
Dass eine quantitative Anlagestrategie bestens funktionieren kann, beweist Scope zufolge der mit "A" bewertete Blackrock Advantage US Equity Fund. Die Titel für das Portfolio werden mithilfe mathematisch-statistischer Modelle ausgewählt. Der Fonds investiert in Aktien von Unternehmen, die in den USA beheimatet sind oder dort ihre Hauptgeschäftstätigkeit ausüben. Die sektorale Zusammensetzung des Portfolios unterscheidet sich kaum vom Vergleichsindex, dem MSCI USA. Dementsprechend verläuft die Wertentwicklung nahezu parallel.

"Das ist jedoch mehr als ausreichend, um die Vergleichsgruppe der Aktienfonds USA weit zu übertreffen. Über fünf Jahre legte der Fonds um 17,8 Prozent p.a. zu, während die Konkurrenz im Mittel nur auf 14,5 Prozent p.a. kam. Als 'Ausgleich' für diese Outperformance mussten Anleger aber höhere Risikokennzahlen hinnehmen", so Koch.

M&G Global Dividend erhält Quittung für aktuelle Schwächephase
Nach knapp anderthalb Jahren mit einem "B"-Rating ist der M&G Global Dividend Fund ins Rating-Mittelfeld zurückgekehrt. Der weltweit aktive Dividendenfonds ist seit seiner Auflage 2008 untrennbar mit Stuart Rhodes verbunden. Der Portfoliomanager war angetreten, Dividendenfonds aus der Langeweiler-Ecke herauszuholen, indem er nicht nur klassisch defensive Aktien kaufte, sondern auch schnell wachsende Unternehmen, von denen er sich zunehmend solide Ausschüttungen erwartete.

"Das funktionierte mal besser, mal schlechter. Auf Fünfjahressicht etwa liegt der Fonds klar vor der Peergroup (12,6% p.a. versus 11,3% p.a.), während er auf Einjahressicht deutlich zurückbleibt (1,7% versus 7,3%)", kommentiert Scope-Experte Koch. (fp)


Zur Ratingmethodik: Das Scope-Fondsrating bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Das System umfasst fünf Ratingstufen – von "A" bis "E". Als Top-Noten gelten "A" und "B". Ein qualitatives Rating, das eine tiefgehende Einsicht in die Arbeitsprozesse voraussetzt, wird nur im Auftrag der jeweiligen Fondsgesellschaft vorgenommen. Für Fonds mit einer Historie von über 60 Monaten wird von Scope ohne Auftrag ein rein quantitatives Rating ermittelt.