Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock löst zwei börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf, die in erheblichem Maße in russische Aktien investiert waren. Konkret geht es um den iShares MSCI Eastern Europe Capped ETF mit rund 108 Millionen Euro Volumen sowie den iShares MSCI Russia ADR/GDR ETF mit nur noch rund drei Millionen Euro Volumen. Bei beiden Fonds waren bereits die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen sowie der Börsenhandel ausgesetzt.

"Aufgrund des Einmarsches Russlands in die Ukraine sind die normalen Markthandelsbedingungen nach wie vor erheblich beeinträchtigt, und ein erheblicher Teil der russischen Wertpapiere ist derzeit für ausländische Anleger außerhalb Russlands nicht handelbar", teilte der Anbieter mit. Blackrock sei daher der Ansicht, dass die Schließung der beiden Fonds "im Interesse der Aktionäre" ist.

Milliardenvermögen eingefroren
Blackrock wolle den Fondswert durch "geordnete und kontrollierte Veräußerungen schützen" und etwaige Erlöse an die Anteilseigner zurückgeben. "Die russischen Wertpapiere werden daher so lange in den Fonds verbleiben, bis es nach Ansicht des Managers möglich, praktikabel und angemessen ist, jede der Positionen auf geordnete und kontrollierte Weise zu liquidieren", teilte die Gesellschaft mit.

Nach dem Kriegsbeginn hatten zahlreiche Anbieter Fonds mit Russland- und Ostereuropa-Fokus zumindest vorübergehend geschlossen. Ein Vermögen in Milliardenhöhe ist damit eingefroren. (ert)