Die Bawag PSK hatte im Oktober 2016 zahlreichen Kunden mitgeteilt, dass ihr Kontomodell eingestellt wird und sie auf die neuen KontoBox-Produkte umsteigen können. Ohne aktiven Umstieg werde es zur Kündigung des bestehenden Girokontos per 31.01.2017 kommen. Anfang des Jahres entschied der Oberste Gerichtshof (OGH), dass diese Änderungskündigungen intransparent und daher unzulässig sind. Nach Vergleichsverhandlungen mit dem klagenden Verein für Konsumenteninformation (VKI) gibt es nun eine Lösung: Die Betroffenen erhalten Entschädigung für die Mehrkosten und können auf Wunsch auch auf das alte Kontomodell zurück wechseln.

Pauschalzahlung
Um die höheren Kosten des neuen Modells zu kompensieren, werde die Bank eine pauschale Abgeltung von 32,00 Euro leisten, teilt der VKI mit. Der Betrag gilt für jeweils volle 12 Monate, in denen das neue Kontomodell zur Verrechnung kam. Sollten Kunden nach dem Produktwechsel im Zuge der Änderungskündigung – also nach dem März 2017 – einen weiteren Produktwechsel beauftragt haben, steht ihnen die Abgeltung aliquot für den Zeitraum bis zu diesem zweiten Produktwechsel zu.

Zudem können Kunden verlangen, auf ihr altes Kontomodell zurück zu wechseln. Die Umstellung auf das alte Kontomodell ist nur für jene Kunden möglich, die nach dem März 2017 keinen weiteren Produktwechsel getätigt haben..

Ansprüche können bis 31.05.2020 an die Bawag PSK gerichtet werden. Entweder über ein Onlineformular auf der Banken-Website www.bawagpsk.com/kontoumstellung oder persönlich beim Betreuer in der Filiale, heißt es beim VKI. (eml)